Treffen in Frankenberg

DRK-Landestagung: Spanische Pflegekräfte für Hessen

Wiesbaden/Frankenberg. Die Hessische Landesregierung will Fachkräfte aus Spanien für den Pflegebereich in Hessen anwerben. Das teilte Sozialminister Stefan Grüttner am Samstag auf der Landesversammlung des hessischen DRK-Landesverbands in Frankenberg mit.

Erste Gespräche zur Ausgestaltung dieses Modellversuchs, der gemeinsam mit der Agentur für Arbeit stattfinde, werde er zusammen mit dem Hessischen Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Florian Rentsch nächste Woche in Madrid führen, so Grüttner. „Zunächst sollen 100 Arbeitsstellen im Bereich der ambulanten Altenpflege sowie in Altenpflegeeinrichtungen in den Regionen Marburg und Umgebung, Offenbach und Umgebung sowie Wiesbaden und Umgebung für Fachkräfte aus der Autonomen Region Madrid bereit gestellt werden.“

Auf der Versammlung des DRK-Landesverbands ist zudem die Hessische Ehrenamtsspitze des Roten Kreuzes einstimmig bestätigt worden. 199 Delegierte wählten auf der Landesversammlung damit die ehemalige Bundesministerin Hannelore Rönsch, für weitere drei Jahre zur Präsidentin. Als Vizepräsidenten wurden Dr. Angelika Schade (Kreisverband Kassel-Wolfhagen) und Norbert Södler (KV Lauterbach) bestätigt. Landesjustitiar bleibt Holger Adolph (KV Kassel-Wolfhagen).

Rönsch (KV Wiesbaden) nannte für die neue Amtszeit zwei Kernthemen. „Wir setzen uns für aktives Altern ein.“ Dabei sollten sich Ältere verstärkt ehrenamtlich engagieren. Das DRK in Hessen biete dafür zahlreiche Betätigungsfelder. Zweiter Punkt sei die interkulturelle Öffnung: „Wir sehen Migranten zunehmend nicht nur als Kunden, sondern zwingend als Mithelfer“, so Rönsch. Das DRK halte sich durch den Grundsatz der Neutralität geradezu dafür geeignet, diese Menschen an das Ehrenamt heranzuführen. (mam)

Quelle: HNA

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