Artenvielfalt erhalten

Schutzgebiete an Edersee-Steilhängen: Hessenforst plant Bewirtschaftung 

Edersee. Rund 15 Jahre nach der Ausweisung von Schutzgebieten an den Ederseesteilhängen arbeitet Hessenforst konkrete Bewirtschaftungspläne für diese Flächen aus.

Am Dienstag hatte das Regierungspräsidium (RP) Kassel zum Runden Tisch nach Vöhl eingeladen, um die Pläne zu diskutieren. Dabei ging es um Fragen wie: Welche Eingriffe in die Lebensräume der „Flora-Fauna-Habitat-Gebiete“ (FFH) sind nötig? Wie hoch sollten die Ziele gesteckt werden? Und welchen Einfluss haben andere Naturschutzprojekte?

„Für die FFH-Gebiete gilt das Verschlechterungsverbot“, erklärte Anna Maria Pohl von der Oberen Naturschutzbehörde beim RP. Das heißt: Der aktuelle Stand der Artenvielfalt an den Steilhängen soll erhalten werden.

Aber: „Es gilt die Basis der Freiwilligkeit“, ergänzte sie. Eigentümer der Flächen, zu denen vor allem die Stadt Waldeck und die Waldeckische Domanialverwaltung gehören, müssen diesen Stand also nicht erhalten. „Wir verhandeln mit den Eigentümern“, erklärt Pohl. Lassen die sich auf eine Umstellung bei der Bewirtschaftung und entsprechende Verträge ein, zahlt das Land Entschädigungen.

Wie diese veränderte Bewirtschaftung aussehen kann, stellte Hakola Dippel vom Forstamt in Diemelstadt vor. Vorangegangen war eine Art Bestandsaufnahme, bei der die insgesamt 697 Hektar große FFH-Fläche zwischen Asel und Hemfurth genau unter die Lupe genommen wurde. Darauf aufbauend entwickelte Dippel Erhaltungsziele. Die sollen Fledermäusen, Käfern und Schmetterlingen ebenso zugute kommen wie dem Bestand an wertvollen Pflanzen.

Diskussionsbedarf sahen am Dienstag vor allem die Verantwortlichen des Naturschutzgroßprojektes an den Steilhängen: Es gebe bereits einen Pflegeplan, erklärte Rainer Paulus. Ein zweiter dürfe nicht konträr laufen.

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Von Theresa Demski

Quelle: HNA

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