Bürgermeisterwahl Frankenberg: Beteiligung bis zum Nachmittag unterschiedlich

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Wählten bereits am Vormittag in Frankenberg:  Jürgen Kronenberger (links) und  Hans Werner Clausen im Wahllokal Landratsamt.

Frankenberg: Für die Bürgermeisterwahl in Frankenberg sind die Wahllokale heute seit 8 Uhr geöffnet. Die Wahlbeteiligung zur Bürgermeisterwahl im Wahlbezirk Ederberglandhalle war am Vormittag mit ungefähr 30 Prozent recht hoch. "Das ist mehr als üblich", berichtet Jürgen Dersch vom Wahlvorstand.

Mit 1216 Wahlberechtigten ist es der größte Wahlbezirk. Hingegen war die Wahlbeteiligung im Rathaus mit 20 Prozent am frühen Nachmittag eher gering. "Es kommen aber mehr junge Leute", sagt Werner Balz vom Wahlvorstand.

Laut Wahlleiter Wolfgang Danzeglocke sei abzusehen, dass die Anzahl der Briefwähler höher ist als bei der letzten Bürgermeisterwahl 2009.

"Heute früh waren es eher wenige Wähler, aber seit 11 Uhr sind einige zum Wählen gekommen", berichtete derweil auch Renate Ernst vom Wahlvorstand der HNA am Mittag im Wahllokal Landratsamt. Im Gespräch mit den Wählern gehen laut Ernst aufgrund der vielen Bürgermeisterkandidaten viele von Stichwahlen aus.

Zahlreiche Wähler haben sich ihre Wahlunterlagen bereits schon vorher abgeholt: Mehr als 900 Briefwähler verzeichnete die Stadt bereits bis zum Donnerstag. Das Interesse an der Abstimmung ist offenbar groß, sagte Wolfgang Danzeglocke, der die Wahlleitung für den erkrankten Wahlleiter Manfred Greif übernommen hat, angesichts dieser Zahlen der HNA. Zum Vergleich: 2003 wählten 644 Wahlberechtigte per Brief, 2009 machten am Ende 1359 Wähler von der Briefwahl Gebrauch.

Weitere Informationen zur Wahl finden Sie hier.

Insgesamt sind 14.541 Wahlberechtigte in Frankenberg und seinen zwölf Stadtteilen aufgerufen, über die Nachfolge für Christian Engelhardt (CDU) zu entscheiden. Dieser war 2009 wiedergewählt worden, hatte sein Amt aber niedergelegt und am 1. Dezember eine Stelle als Direktor des Hessischen Landkreistags in Wiesbaden angetreten.

Fünf Kandidaten befinden sich heute quasi auf dem Endspurt für ihr Ziel, als Verwaltungschef ins Rathaus einzuziehen. Es stehen zur Wahl: Bernd Bluttner von der CDU, die unabhängigen Bewerber Nicolas Hansen, Rüdiger Heß und Rupert Jaeschke sowie Daniela Neuschäfer (SPD).

Womöglich geht der Wahlkampf aber noch in die Verlängerung. Sollte im ersten Wahlgang keiner der Bewerber mehr als 50 Prozent der abgegebenen, gültigen Stimmen auf sich vereinigen können, kommt es zu einer Stichwahl. Deren Termin ist bereits auf den 11. März festgelegt worden.

Ob dies der Fall sein wird, oder ob schon am heutigen Sonntag ein neuer Bürgermeister bestimmt wird, das steht am wohl gegen 19 Uhr fest. Um 18 Uhr schließen die Wahllokale ihre Türen. Wer dann aber schon im Lokal sei, um quasi auf den letzten Drücker zu wählen, dürfe aber noch abstimmen, erläutert Wolfgang Danzeglocke. Nach Beginn der Auszählung der Stimmen aus den Wahlbezirken und der Briefwahl rechnet Wolfgang Danzeglocke mit gut einer Stunde, bis das vorläufige Endergebnis feststeht.

Die Ergebnisse aus den Wahlbezirken werden von der Stadtverwaltung schon vorher veröffentlicht: auf Leinwand im historischen Rathaussaal (Einlass für jedermann ab 18 Uhr) und im Internet unter www.frankenberg.de.

Natürlich berichtet auch die HNA aktuell. Auf dieser Internetseite finden Sie im Laufe des Tages aktuelle Infos, später dann Ergebnisse und Eindrücke, Fotos und Videoaufnahmen. Auch ein Wahltelefon steht ab 18.30 Uhr unter 0 64 51/72 33 18 in der Redaktion zur Verfügung. Dort können Sie sich über Ergebnisse infomieren. (mam)

So wird gewählt:

Wählen kann man bei der Bürgermeisterwahl heute direkt vor Ort, aber auch noch per Briefwahl:

• Die Wahllokale in der Kernstadt und den Stadtteilen sind am heutigen Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

• Die Briefwahlunterlagen können noch bei der Stadtverwaltung abgeholt werden. Der Wahlbrief mit dem Stimmzettel kann dann bis zum Wahlabend um 18 Uhr an die Stadtverwaltung zurückgegeben werden – auch durch Einwurf in den Briefkasten im Stadthaus am Obermarkt. Heute können noch bis 15 Uhr im Stadthaus Briefwahlunterlagen abgeholt werden – beispielsweise, wenn ein Wähler kurzfristig erkrankt. Auf der Wahlbenachrichtigung ist eine entsprechende Vollmacht zum Unterschreiben vorhanden, damit kann der Erkrankte dann jemand anderen zum Abholen schicken.

Quelle: HNA

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