In der Dodenauer Sparkasse hängt ein frei zugänglicher Defibrillator

Hilfe, wenn Herz aus dem Takt gerät

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- Battenberg-Dodenau (da). Das Gerät ist einfach zu bedienen. Bei Herz-Rhythmus-Störungen gibt es Stromstöße ab. Die Bedienung ist einfach. Finanziert wurde der Defibrillator von der Stiftung „Gut für das obere Edertal“ der Sparkasse Battenberg.

Ein Defibrillator kann Leben retten – doch bis ein Notarzt mit dem Gerät beim Patienten ist, kann es schon zu spät sein. In der Dodenauer Zweigstelle der Sparkasse Battenberg ist seit gestern ein Defibrillator frei zugänglich. Er kann von jedermann genutzt werden, Fehlbedienungen sind ausgeschlossen. Das Gerät hängt in einem Kasten im Nebenraum, in dem sich Kontoauszugsdrucker und Geldautomat befinden.

Die Sparkassenstiftung „Gut für das obere Edertal“ hat den kleinen, 2000 Euro teuren Lebensretter bezahlt. Die Idee kam von Hartmut Specht, Wehrführer der Dodenauer Feuerwehr und Ortsbeiratsmitglied. In großen Städten seien solche frei zugänglichen Defibrillatoren keine Seltenheit mehr, berichtete er.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg sei es hingegen das erste Gerät. Bislang gebe es Defibrillatoren außer beim Rettungsdienst und bei Ärzten zwar in Schwimmbädern und in Betrieben, aber nicht frei und öffentlich erreichbar wie jetzt in der Sparkasse. „Das Gerät ist einfach zu bedienen, das kann jeder“, betonte er. Und so ist es auch gedacht – im Notfall können auch Laien den Defibrillator nutzen. Weitere Geräte hängen seit Längerem im Dodenauer Freibad und im Battenberger Schwimmbad.

Wenn die Elektroden auf den Brustkorb des Patienten geklebt wurden, gibt der elektronische Lebensretter sprachgesteuert genaue Anweisungen: der „Defi“ prüft die Herztätigkeit, gibt Stromstöße ab oder weist zur Herz-Lungen-Wiederbelebung an. Das Gerät kann eventuell vorliegende Herzrhythmusstörungen stoppen.

Die Dodenauer Feuerwehr hat während eines Erste-Hilfe-Kurses zahlreiche Aktive im Umgang mit dem Gerät geschult. Hartmut Specht hofft, dass zum Beispiel auch Mitarbeiter der umliegenden Gaststätten sich vorab über die Bedienung informieren und sich einweisen lassen. Dennoch: „Jeder darf den Defibrillator bedienen“, betont Specht.

Bürgermeister Heinfried Horsel hatte als Mitglied des Stiftungskuratoriums die Anregung des Ortsbeirats weitergegeben. 2007 war die Stiftung gegründet worden, seit 2008 wurden insgesamt 80 000 Euro in Allendorf, Battenberg, Bromskirchen und Hatzfeld für gemeinnützige Zwecke ausgegeben. Die Be­deutung des Defibrillators betonten neben Hartmut Specht und Heinfried Horsel auch Ortsvorsteher Wolfgang Stein und Sparkassen-Vorstand Reinhold Clemens. „Wir sind froh, dass wir die Stiftung haben, die uns das ermöglicht“, betonte Clemens.

Wer im Umgang mit dem Defibrillator geschult werden möchte, wendet sich an Hartmut Specht, Telefon 06452/7254.

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