Unser Dorf hat Zukunft

Mit dem Hirten Schreufa entdecken

Generationenübergreifende Zusammenarbeit war in Schreufa angesagt: Als den Jury-Mitgliedern die Augen verbunden wurden, nahmen Kinder und Jugendliche sie an die Hand (kleines Foto). In der Dorfmitte stellten sich die Nuhnegänse vor.Fotos: Treude

Frankenberg-Schreufa - Unter dem besonderen Motto "Der Herr ist mein Hirte" präsentierten die Schreufaer am Donnerstag ihre Heimat der Bewertungskommission von "Unser Dorf hat Zukunft".

Eine perfekte Organisation macht bei „Unser Dorf hat Zukunft“ viel aus. Das wissen die Schreufaer, die schon häufiger an dem Wettbewerb teilgenommen haben. Exakt drei Minuten hatten die Bewohner an den einzelnen Stationen im Dorf, um ihre Vereine, Projekte oder Unternehmen vorzustellen. Das ist nicht unbedingt viel, doch anders war es kaum möglich. So stellte auch Bürgermeister Rüdiger Heß fest: „Schreufa ist ein ganz besonders aktiver Stadtteil.“

Startpunkt für die Dorfwanderung war am Tretbecken. Dort begrüßte Ortsvorsteher Fritz Dehnhardt die Gruppe, und auch das besondere Thema des Rundgangs wurde vorgestellt. Der Psalm 23, „Der Herr ist mein Hirte“, sollte die Gruppe auf den Weg durch Schreufa begleiten. Im Mittelpunkt stand dabei, ähnlich wie auch in Geismar (siehe weiterer Text), das Zusammenspiel der Generationen. Dieses Jahr gibt es für den Sonderpreis „Jugend im Dorf“ 1000 Euro.

Im Gasthaus zur Mühle wurde der Gewölbekeller vorgestellt, der lange Zeit nicht genutzt wurde. Durch die Hilfe von Freunden und Stammgästen ist dort eine urige, historische Sitzgelegenheit entstanden. Direkt gegenüber auf dem Dorfplatz präsentierten sich die Nuhnegänse mit einem musikalischen Stück. Wie zu Ostern wurden auch Ostereier über den Bach geworfen.

Konfirmanden und Minibienen nahmen dann die Kommissionsmitglieder an die Hand, denn diesen wurden zuvor die Augen verbunden. So wurde immer wieder der Bezug zum Psalm hergestellt, damit sollte auch die Aktivität der Kirchengemeinde symbolisiert werden.

Auch das Thema Leerstand wurde angesprochen, wobei das in Schreufa gar kein richtiges ist. Im Großteil der Häuser herrscht reges Leben. Den Abschluss bildete das Wettermuseum, wo das Team auf die zahlreichen Aktivitäten aufmerksam machte. Am Abend erhielten zum Beispiel die Kindergartenkinder dort ihr persönliches Insektenhaus überreicht.

Sigrid Göbel, Kommissionsleitung und vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis, lobte bereits vor der Führung durch Schreufa das Engagement der Bewohner: „Sie sind bei dem Wettbewerb bereits alte Hasen. Es ist schön, dass sie nicht nachlassen.“ (tt)

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