Kreislaufprobleme auf Volksfesten

Hitze: DRK musste sich um Pfingstmarkt-Besucher kümmern

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Heiße Pfingsten: Auch in Waldeck-Frankenberg stieg die Temperatur auf über 30 Grad, gefühlt sogar an die 40.

Waldeck-Frankenberg. Laut Wetterdienst war das Wochenende das heißeste Pfingstwochenende seit 1961. Auch in Waldeck-Frankenberg stiegen die Temperaturen gefühlt auf bis zu 40 Grad. Der Kreis blieb aber von den angekündigten Unwettern verschont.

Lediglich im Norden aus dem Bereich Bad Arolsen wurden am Sonntag leichte Gewitter gemeldet. Am Montag zog in vielen Regionen starker Wind auf.

Aber auch ohne Gewitter und Starkregen war das Wetter an diesem langen Wochenende mit vielen Festen in der Region nicht unproblematisch. „Eine Abkühlung hätte uns ganz gut getan“, sagte Max Wagner, Organisator des Pfingstmarktes in Frankenberg. „Über 30 Grad ist für den Pfingstmarkt fast schlimmer als Regen. So heiß wie dieses Jahr war es noch nie.“

Die Hitze machte vielen Menschen zu schaffen, die sich lange draußen im Freien aufhielten - das galt vor allem bei dem Volksfest in Frankenberg. „Das große Problem ist, wenn die Leute zu wenig trinken“, sagte Sebastian Küster, Einsatzleiter der DRK-Bereitschaft auf dem Pfingstmarkt. Seine Kollegen mussten vier Menschen mit hitzebedingten Kreislaufproblemen behandeln, einer musste ins Krankenhaus. „Für die Hitze waren das aber erstaunlich wenig Fälle“, sagte Küster.

Auch die Waldbrandgefahr stieg mit den Temperaturen. Für den Burgwald galt am Montag und Dienstag die zweithöchste Warnstufe „hohe Gefahr“. Für die Station in Twistetal-Mühlhausen spricht der Deutsche Wetterdienst von „mittlerer Gefahr“. Ab Mittwoch, wenn die große Hitze erstmal vorbei sein soll, stufen die Experten die Waldbrandgefahr auf „sehr gering“ herunter.

Welche Auswirkungen die Hitze haben kann, zeigte sich am Samstag in Altenlotheim: Auf einem Aussiedlerhof gerieten vermutlich durch Selbstenzündung Heuballen in Brand. 45 Feuerwehrleute kämpften gegen Feuer und Rauch.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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