Vorsitzender des Battenberger Cultur-Clubs

HNA-Interview mit Günter Wack, Vorsitzender des Battenberger Cultur-Clubs

Engagiert, wenn’s in Battenberg um Musik und Kultur geht: Günter Wack, Mitgründer, Vorsitzender und Motor des Cultur-Clubs Battenberg. Foto: Augustin

Battenberg. Battenberg hat sich in den vergangenen Jahren in Sachen Kultur zu einem wichtigen Ort im Frankenberger Land entwickelt. Dafür gibt es zwei Gründe: Den Bau der Burgberghalle 2006 als Veranstaltungsort und die Gründung des Cultur-Clubs 2011 als Veranstalter.

Über diesen Aufschwung und neue Projekte haben wir mit Günter Wack, dem Vorsitzenden des Cultur-Clubs, gesprochen.

Herr Wack, was war der Auslöser für die Gründung des Cultur-Clubs im Jahr 2011? 

Günter Wack: Es gab in den 1980er- und 1990er-Jahren Oldie-Nights. Das ist irgendwann eingeschlafen. Auslöser für die Gründung des Cultur-Clubs war im Grunde die Burgberghalle. Wir haben uns zusammengesetzt und gesagt: Die Halle muss mit Leben gefüllt werden. Kulturell war damals in Battenberg zu wenig los. Dann haben wir einfach mal dieses Wagnis gemacht und diesen Club gegründet.

Es haben sich sehr schnell erstaunlich viele Männer und Frauen bereit erklärt, bei der Organisation Ihrer Veranstaltungen tatkräftig mitzuhelfen. Wie erklären Sie sich das? 

Wack: Das war auch für uns überraschend. Schon am Gründungstag waren ungefähr 40 Leute im Hotel Rohde, die alle spontan gesagt haben: Wir helfen da gern mit.

Und das haben diese Menschen ja danach auch getan.

Wack: Das haben sie auch getan, ja – natürlich.

Wie viele Mitglieder hat der Cultur-Club inzwischen?

Wack: Aktuell haben wir 125. Allein im letzten Jahr sind 25 Mitglieder eingetreten. Die kommen mittlerweile aus der ganzen Region. Also nicht nur aus Battenberg. Wir haben auch Mitglieder aus Frankenberg und Allendorf. Sogar ein Mitglied aus Marburg. Das Interesse ist riesengroß.

Die großen Veranstaltungen waren bisher Live-Konzerte von Coverbands bekannter Rock- und Musikgruppen wie Simon & Garfunkel, Phil Collins, Bruce Springsteen, Smokie oder den Dire Straits. Wollen Sie in Zukunft auch Originalbands nach Battenberg holen? 

Wack:  Wir würden das gern machen. Aber Originalbands sind für uns und für die Kapazität unserer Halle nicht bezahlbar. Wir hatten uns allerdings auch auf die Fahnen geschrieben, dass wir den Eintrittspreis im Rahmen halten wollen. 17 Euro sind für uns die oberste Grenze. Nur um mal die Dimension aufzuzeigen: Wir hatten ein tolles Angebot von Jennifer Rush. Die liegt so bei 50 000 Euro. Das ist für uns nicht machbar. Dieses Risiko gehen wir auch nicht ein. Im Übrigen kosten auch die Cover-Bands schon eine Menge Geld.

Seit 2012 gibt es kostenlose Angebote für Kinder, wie zum Beispiel Ritter Rost oder Pettersson und Findus. Wie finanzieren Sie das? 

Wack: Aus dem Gewinn der Großveranstaltungen. Das wollen wir auch jedes Jahr so beibehalten. Wichtig ist uns dabei, ein gewisses Qualitätsniveau zu halten – auch bei den Bands. Ich gucke mir die alle vorher an.

Wie wichtig ist denn die Burgberghalle als Veranstaltungsort für Ihren Club? 

Wack: Das ist ganz klar ein Glücksfall. Nicht allein für unseren Club, sondern für ganz Battenberg. Fast jedes Wochenende ist da jemand drin. Ohne die Burgberghalle wäre das kulturelle Angebot in Battenberg fast bei Null.

Das vollständige Interview lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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