Amtszeit beginnt am 1. Mai

HNA-Interview: Hatzfelds neuer Bürgermeister Dirk Junker spricht über seine neue Aufgabe

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Lernen fürs neue Amt: Dirk Junker hat in den vergangenen Monaten viel gelesen, um sich auf seine Aufgabe als Bürgermeister der Stadt Hatzfeld vorzubereiten. Auch mit seinem Vorgänger Uwe Ermisch hat er sich bereits getroffen.

Hatzfeld. Seine Amtszeit beginnt erst am 1. Mai, aber schon  Freitagabend wird Dirk Junker in das Amt als Bürgermeister der Stadt Hatzfeld eingeführt. Im HNA-Interview erzählt der 46-Jährige, wie sich die Emotionen nach der Stichwahl am 18. November entwickelt haben und wie er sich auf seine neue Aufgabe vorbereitet hat.

„Durch gleiche Behandlung für alle, transparente und nachvollziehbare Entscheidungen werde ich deutlich machen, dass niemand bevorzugt oder benachteiligt wird“, sagte er im Interview.

Herr Junker, in den vergangenen Wochen hat man kaum etwas von Ihnen gehört. Was haben Sie nach der Wahl seit November gemacht?

Junker: Ich bin in den Dienst bei der Bundeswehr zurückgekehrt. Gleichzeitig habe ich mich durch Teilnahme an Parlamentssitzungen, Treffen mit den Ortsvorstehern, Gespräche mit externen Kommunalpolitikern und viel Lesen auf das Amt vorbereitet. Zu meinem Bedauern war ich nicht zu den Magistratssitzungen eingeladen, so dass ich nur einen rudimentären Überblick über Entscheidungen habe, die in meine Amtszeit fallen. Für Urlaub mit der Familie war keine Zeit. Wir werden jedoch nach der Amtseinführung einige Tage in Oranienburg verbringen, bevor es dann endlich los geht.

Hat Ihr Vorgänger Uwe Ermisch Sie schon zur Übergabe eingeladen?

Junker: Wir haben uns bereits zwei Mal im Dezember und März getroffen.

Ab 1. Mai sind Sie offiziell Bürgermeister. Wissen Sie schon, was Ihr erster Termin ist?

Junker: Mein bisher bekannter erster offizieller Termin wird die Teilnahme am Besuch in unserer Partnerstadt Cloyes sein. Mein persönlicher erster Termin ist die Begrüßung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung am 2. Mai.

Haben Sie sich schon einen neuen Anzug gekauft? Vielleicht sogar ein neues Auto?

Junker: Im Gegensatz zu meinem bisherigen Beruf ist der Bedarf an Kleidung sprunghaft gestiegen. Dazu gehören natürlich auch Anzüge. Das war bisher viel einfacher: Die Wahl zwischen Feldanzug und Dienstanzug war relativ leicht. Über ein neues Auto machen wir uns in der Tat Gedanken. Dies hat aber nichts mit der neuen Stellung zu tun. Wir brauchen einfach eins, da meine Frau und ich berufstätig sind und momentan nur ein Auto besitzen.

Hatzfeld hat mittlerweile den Rettungsschirm des Landes angenommen, Uwe Ermisch war dagegen. Wie stehen Sie zum Rettungsschirm?

Junker: Es steht nicht mehr zur Debatte, ob ich für oder gegen den Rettungsschirm bin. Meine Meinung hierzu habe ich bereits im Wahlkampf gesagt. Der Rettungsschirm ist beschlossen. Jetzt müssen wir das Beste daraus machen. Er ist eine Herausforderung, und er wird uns vor schmerzhafte Entscheidungen stellen. Einige davon können wir noch nicht absehen. Wir sollten ihn aber trotzdem als Chance begreifen. Er zwingt uns, dass zu tun, wozu wir ohnehin immer verpflichtet waren: unsere Stadt sparsam und wirtschaftlich zu führen und einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorzulegen.

Hatzfeld musste Gebühren erhöhen und Ausgaben kürzen und hat kaum noch finanzielle Spielräume. Freuen Sie sich trotzdem auf Ihr neues Amt?

Junker: Natürlich freue ich mich auf das Amt. Die Einschränkung des finanziellen Spielraumes ist eine große Herausforderung. Nicht nur für die Planung von Maßnahmen, sondern auch an die Kreativität und das Engagement. Die Rahmenbedingungen zwingen uns, teilweise von alten Wegen abzuweichen und neue zu suchen. In gemeinsamen Gesprächen und durch gemeinsame Aktionen werden wir zumindest einen Teil der Einschränkungen kompensieren können. Finanzielle Belastungen der Bürger können wir dadurch leider nicht verhindern.

Das vollständige Interview lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeinen.

Quelle: HNA

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