HNA-Serie "30 Minuten": Urlauber beleben Fußgängerzone

+
Eine Bratwurst geht immer: Rosemarie Beil vom City-Grill in Frankenberg hat auch während der Sommerferien viel zu tun. Foto: Hildebrand

Frankenberg. 30 Minuten an einem Ort: Unter diesem Motto ist die Redaktion in den Ferien im Landkreis unterwegs. Diesmal in der Fußgängerzone in Frankenberg.

Um Punkt elf Uhr beginnt mein Ausflug in die Frankenberger Fußgängerzone. Für die nächsten 30 Minuten lasse ich das Treiben in der Innenstadt auf mich wirken.

Ich komme an einer Bäckerei vorbei, der Geruch von Kaffee, Kuchen und Gebäckstücken steigt mir in die Nase. Vor dem Laden sitzen Eltern mit ihren Kindern und frühstücken. Warum auch nicht, es ist ja schließlich Ferienzeit. Bevor ich aber selber noch Hunger bekomme, gehe ich weiter.

Es ist ruhig in der Fußgängerzone, aber nicht leer. Viele Leute schlendern gemütlich durch die Stadt, werfen hier und dort mal einen Blick in die Schaufenster der Läden. Am meisten Betrieb herrscht jedoch bei den Eisdielen. Vereinzelt sind ein paar dunkle Wolken am Himmel zu sehen, aber es ist angenehm warm und die Sonne scheint. Perfektes Wetter, um ein Eis zu genießen.

Während ich mir meine Notizen mache, werde ich von der Seite angesprochen. Ein älterer Mann hatte bemerkt, dass ich Linkshänder bin und meint zu mir: „Das kann ich auch, mit der linken Hand schreiben.“ Wir kommen ins Gespräch. Ich erfahre, dass der Mann Ewald Jilg heißt und aus Frankenberg kommt.

Er erzählt mir, dass er sich damals an der rechten Hand verletzt hatte und deshalb für einige Zeit mit links schreiben musste. „Die Schrift sieht zwar nicht schön aus, aber meinen Namen kann man lesen“, sagt er und lacht.

Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass eine Viertelstunde vergangen ist. Ich verabschiede mich von Ewald Jilg und setze meine Tour durch die Fußgängerzone fort. Jetzt möchte ich schauen, was in den Geschäften los ist. Auf dem Weg zum Tabakstübchen fällt mir auf, dass sich viele Leute, die an mir vorbeigehen, in einer anderen Sprache unterhalten. Scheinbar sind schon am frühen Morgen viele Urlauber in Frankenberg unterwegs, vermutlich Holländer.

Im Tabakstübchen angekommen treffe ich Inhaber Hagen Wagner. Auch er bedient in der Ferienzeit besonders viele Touristen. „Die meisten davon kommen aus Holland und Belgien“, erzählt er. Daher hat er auch immer genug zu tun: „Man merkt zwar, dass viele Stammkunden im Urlaub sind. Das gleicht sich aber durch die Urlauber wieder aus.“

Jetzt bleiben mir noch fünf Minuten. Auf dem Rückweg Richtung Redaktion bleibe ich am City-Grill stehen. Die dort angestellte Rosemarie Beil reicht gerade einem Gast eine Bratwurst mit Senf. „Vormittags ist es hier in den Ferien eher ruhig. Mittags ist es aber sehr gut besucht“, teilt sie mir mit.

Die 30 Minuten sind um. Ich komme zu der Erkenntnis: In Frankenberg lässt es sich während der Ferien gut aushalten.

Von Kevin Hildebrand

Quelle: HNA

Kommentare