Konzert des Frankenberger Jugendsinfonieorchesters

Hobbits und Forrest Gump in Frankenberg

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Christian Traute gab ein Solo mit der Posaune. Mit dem Orchester spielte er ein „Konzert für Posaune und Streicher“.

Frankenberg - Die jungen Musiker der Edertalschule haben am Wochenende Hollywood nach Frankenberg geholt. In zwei Konzerten interpretierten sie bekannte Filmmusik und zauberten damit Forrest Gump, Zwerge und Pink Panther in die Köpfe ihres Publikums.

Zwei Konzerte gab das Jugendsinfonieorchester der Edertalschule am Wochenende. Einmal wurden sie unterstützt vom Jugendorchester, am zweiten Abend gab die Orchesterklasse 6e eine Kostprobe ihres Könnens. An beiden Abenden war die Kunst- und Kulturhalle fast ausverkauft.

Getreu dem Motto „Hollywood in concert“ haben die jungen Musiker ihren Gästen den roten Teppich ausgerollt. Nicht alle Gäste präsentierten sich in Abendgarderobe. Das Orchester musste diesen Wunsch zurückziehen, da sich viele Eltern laut den Organisatoren zuvor beschwert hatten. Ein hollywoodreifer Abend war es dennoch: Musikerinnen im kleinen Schwarzen und mit schicken Hochsteckfrisuren und junge Männer in Anzügen und mit Fliege eröffneten den Abend wie einen Kinofilm - mit der Melodie des Filmstudios „20th Century Fox“ - bevor sie einen Klassiker der Filmgeschichte anstimmten. Zarte Querflöten-Töne schwebten durch den Saal, begleitet von den Streichern. Stimme für Stimme setzte das gesamte Jugendsinfonieorchester ein und entfaltete seinen satten Klang bei der Filmmusik von Forrest Gump. Sie interpretierten das Stück fröhlich, mit melancholischen Passagen und einem klangvollen Höhepunkt, bei dem die Schlagwerker brillierten.

Nach dieser vielversprechenden Einladung in die Stadt der Filme versprach Schulleiter Stefan Hermes den Zuhörern geschmackvolle Überraschungen - wie in Forrest Gumps Pralinenschachtel. „Erst die Musik erweckt die Filme zum Leben“, sagte er.

Nach der kurzen Begrüßung wagte das Orchester nur einen kleinen Sprung in die Vergangenheit und gab den Zwergen aus dem Kinofilm „Der Hobbit - eine unerwartete Reise“ eine tiefe, sehnsüchtige Stimme, bei der die Streicher viel Fingerspitzengefühl bewiesen. Mit ruhigen und fröhlichen Klängen ließen die Musiker das friedliche Auenland und die Heimat der Hobbits auferstehen.

Während der klangvollen Interpretation von „Palladio“ übernahmen plötzlich die Bläser das Kommando und ließen das Stück in „Die Fischerin vom Bodensee“ übergehen. Dirigent Markus Wagener ließ den Taktstock lachend sinken und überließ die Musiker dem Applaus des mitgerissenen Publikums, das über den alljährlichen Orchesterstreich herzlich lachte.

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