Frankenberg

Hochwasser: Pegel fällt deutlich

- Frankenberg. Nach dem Höchststand am Freitagabend hat sich die Hochwasserlage im Frankenberger Land über das Wochenende weitgehend entspannt.

Frankenberg. Das Hochwasser der vergangenen Tage zählt zu den zehn extremsten Ereignissen, die in den vergangenen Jahrzehnten an der Messestelle „Auhammer“ bei Battenberg registriert wurden. Am Freitag um 18.45 Uhr hatte die Eder einen Stand von 3,03 Meter. Der Rekordwert aus dem Jahr 1998 liegt bei 3,31 Meter. Die Folge waren zahlreiche Einsätze von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk (WLZ-FZ berichtete). Noch in der Nacht zog sich das Hochwasser jedoch zurück. Am Samstagmittag betrug der Pegelstand noch 2,72 Meter, am Sonntag um 12 Uhr nur noch 2,13 Meter. Damit wurde auch die Meldestufe eins, die bei 2,20 Meter liegt, wieder unterschritten. Und auch ederabwärts an der Messstelle bei Schmittlotheim fiel der Pegel konstant. Der Höchstwert lag Samstagfrüh bei 3,37 Meter. Inzwischen hat sich auch dort die Eder wieder weitgehend in den Flusslauf zurückgezogen.

Zu einer Suchaktion kam es am Samstag im Grenzgebiet zu Nordrhein-Westfalen. Ein Beddelhäuser hatte beobachtet, wie ein Hund im Hochwasser der Eder abtrieb. Er alarmierte sofort die Feuerwehr. Für die Kameraden aus Schwarzenau gestaltete sich die Suche nach dem vermeintlich schwarzen Jagdhund aufgrund des extremen Hochwassers als schwierig. In mehreren Gruppen suchten die Helfer die Eder ab. Unterstützt wurden die Schwarzenauer von ihren Hatzfelder Kameraden, die von Holzhausen aus die Suche starteten. „Bei der Strömung sind wir leider machtlos. Wie wollen wir hier einen Hund finden und selbst wenn wir ihn sehen, wie wollen wir ihn hier heraus bekommen“, erklärte ein Feuerwehrmann mit Blick auf die tobende Eder. Holzstücke und große Äste wurden wie Streichhölzer von den Fluten mitgerissen. Die Suche nach dem vermissten Hund blieb ohne Erfolg und wurde eingestellt.

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