Frankenberg

Hochwasser-Problem langfristig lösen

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- Frankenberg-Willersdorf (jos) In Willersdorf werden für fast 1,2 Millionen Euro Wälle und Rückhaltebecken gebaut sowie Brücken und Durchlässe aufgeweitet. Ursprünglich sollte nur die „Neue Brücke“ aufgeweitet werden. Doch nach Untersuchungen durch ein Planungsbüro wurde deutlich, dass für einen langfristigen Hochwasserschutz deutlich größere und weitreichendere Investitionen nötig sind.

Erhebliche Schäden sind in den vergangenen Jahren bei Hochwasserereignissen an Willersdorfer Häusern entstanden. In den Jahren 1998, 2007 und 2008 wurden große Teile des Frankenberger Stadtteils durch Hochwasser am Alborn und am Kalten Wasser überflutet. Jedes Mal wurden dabei bis zu 40 Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Zuletzt sorgten sintflutartige Regen- und Hagelschauer im Mai 2008 für überflutete Straßen und setzten zahlreiche Keller unter Wasser. Ein winziger Bachlauf war zu einem reißenden Strom geworden, eine Schlammlawine rollte durch das Dorf und Bäume stürzten um. Solche schwerwiegenden Folgen von Hochwasserereignissen in Willersdorf sollen durch mehrere bauliche Maßnahmen bald der Vergangenheit angehören.

Insgesamt fast 1,2 Millionen Euro investiert die Stadt in ein ganzheitliches Konzept, das ein Kasseler Planungsbüro im Auftrag des Magistrats ausgearbeitet hat. Der Clou an der Sache aus Sicht der Stadt: Weil sozusagen „in einem Aufwasch“ auch eine Renaturierung der Bäche stattfindet, übernimmt das Land Hessen mit 925 000 Euro den Löwenanteil der Kosten.

Der erste Bauabschnitt mit mehreren innerörtlichen Maßnahmen hat am Montag mit einem offiziellen Spatenstich begonnen. Kostenvolumen: 175 000 Euro. Im Frühjahr und im Sommer 2012 soll das Großprojekt zu Ende gebracht werden: Dann werden mehrere Brücken und Durchlässe aufgeweitet und zwei Rückhaltebecken oberhalb der Ortslage gebaut. Dass das nötig ist, hatten die Untersuchungen des Planungsbüros ergeben. Ursprünglich war nämlich nur vorgesehen, die „Neue Brücke“ aufzuweiten.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 23. November

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