Willersdorf

Hochwasserschutz hat Priorität

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- Frankenberg-Willersdorf (rou). Nach jahrelanger Planung und mehreren von Bürgermeister Christian Engelhardt vorgestellten Bauplänen soll der Stadtteil Willersdorf in diesem Jahr nun tatsächlich einen besseren Hochwasserschutz erhalten.

Feiern, das hatten die Willersdorfer im Mai 2008 vor. Sintflutartige Regenfälle führten jedoch zum vorzeitigen Ende des Feuerwehrfestes, denn die Kameraden mussten arbeiten. Zwei Bäche waren über die Ufer getreten, an 25 Häusern in der Ortslage entstanden Schäden. „Das Hochwasser war nicht das erste, aber sicherlich das größte“, sagte Ortsvorsteher Willi Hildebrandt gestern im Dorfgemeinschaftshaus.

Vertreter aller Vereine waren dort zusammengekommen, um der Übergabe eines Bewilligungsbescheides des Landes beizuwohnen. Staatssekretär Mark Weinmeister sagte Bürgermeister Christian Engelhardt die finanzielle Unterstützung bei den geplanten Baumaßnahmen für einen besseren Hochwasserschutz zu. Auf insgesamt 1,1 Millionen Euro bezifferte Bauamtsleiter Karsten Dittmar die Investitionssumme. „Das war ein Hochwasser, wie ich es in Frankenberg noch nie erlebt habe“, sagte Engelhardt und erinnerte an den stundenlangen Einsatz der Feuerwehren.

Schon vor dem Hochwasser 2008 hatte die Stadt Korrekturen an den beiden Gewässerläufen und den Ausbau der „Neuen Brücke“ beschlossen. Unter ihr verlaufen zwei Wasserrohre, die nur ein geringes Fördervolumen haben. Die Finanzierung der Kosten von 125 000 Euro war bereits in den Haushalten 2008 und 2009 eingeplant. Nach dem extremen Hochwasser kamen bei Stadt und Ortsbeirat aber Zweifel auf, ob die Arbeiten ausreichenden Schutz bringen würden. Die Stadt beauftragte deshalb ein Büro für Gewässerökologie und Umweltplanung­, zusätzlich einen Plan zum Hochwasserschutz für Willersdorf zu erstellen. Das Ergebnis ist ein millionenschweres Schutzprogramm.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 19. März.

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