Höhere PCB-Werte im Blut von Schülern in Breidenbach

Marburg. Bei 30 von 260 untersuchten Schülern der Mittelpunktschule Breidenbach  haben Experten des Uni-Klinikums Aachen leicht erhöhte PCB-Werte festgestellt.

Eine akute Gesundheitsgefährdung schließen die Fachleute jedoch aus, berichtet der Erste Kreisbeigeordnete Marburg-Biedenkopfs, Marian Zachow. Auch langfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen seien nicht nachweisbar, hieß es.

Der Landkreis hatte die Blutuntersuchungen initiiert, nachdem erhöhte PCB-Werte bei einer Routineuntersuchung vor einem Jahr in der Raumluft der Mittelpunktschule festgestellt wurden.

Die betroffenen Schulgebäude wurden inzwischen saniert. Unterdessen hat der Kreis eine PCB-Untersuchung von mehr als 70 Gebäuden an den 62 Schulstandorten sowie von Verwaltungsgebäuden des Kreises veranlasst.

Erste Ergebnisse liegen bereits vor. Danach wurden an den Grundschulen Gönnern, Lixfeld und Wolzhausen leicht erhöhte PCB-Werte festgestellt. In den betroffenen Räumen sollen jetzt weitere Untersuchungen folgen. „Die ersten Messergebnisse sind zwar erhöht, liegen aber noch deutlich unter den Grenzwerten“, sagte Zachow.

Bei PCB handelt es sich um Polychlorierte Biphenyle. Der Stoff, der in den 60er- und 70er-Jahren in Isolier- und Baustoffen eingesetzt wurde, steht im Verdacht, krebserregend zu sein. (zgc)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare