Burgwald

Hoffnung, dass sich „Virus“ verbreitet

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- Gemünden (gl). Klaus Uffelmann hat in seinem Leben viel erreicht – für Ärzte und ihre Helfer, für seine Patienten, seine Studenten und seine Heimat Gemünden. Dafür wurde er von Bundespräsident Christian Wulff mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande ausgezeichnet.

Es war eine würdige Veranstaltung im „Hessischen Hof“, eröffnet durch „Pomp and Circumstances“ und Bachs  „Air“, interpretiert von Harald Kraehe am Klavier und Achim Schwarz mit der Querflöte. Viele Gäste aus Gemünden und Umgebung, Familienmitglieder und Weggefährten aus dem Berufs- und Vereinsleben waren gekommen, um mit Dr. Klaus Uffelmann zu feiern. Der Mediziner erhielt am Montagabend das Bundesverdienstkreuz am Bande.

„Ehrung, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat“, mit diesem Zitat Konrad Adenauers eröffnete Regierungspräsident Walter Lübcke seine Ansprache. Lübcke überreichte Uffelmann den Verdienstorden im Namen des Bundespräsidenten Christian Wulff. In einer Demokratie bedeute es auch Gerechtigkeit, dass nicht nur Größen aus Politik und Wirtschaft, sondern auch die „sogenannten kleinen Leute“ ihre Anerkennung erfahren. Die Auszeichnung verdeutliche, wie sehr die Leistung der Bürger geschätzt werde – Klaus Uffelmann habe besonders viel geleistet.

Lübcke erinnerte daran, dass Uffelmann 1969 promovierte und bereits zwei Jahre später die Gemündener Praxis seines Vaters übernahm, die er bis 2002 führte. Von 1974 bis 1986 war er Lehrbeauftragter an der Marburger Philipps-Universität, hat in dieser Zeit acht Doktoranden betreut, von denen fünf für ihre Arbeit ausgezeichnet wurden. „Das ist immer auch ein Verdienst des Doktorvaters und seiner Betreuung“, sagte Lübcke. Seit 1976 ist Uffelmann zudem berufspolitisch tätig als Delegierter der hessischen Landesärztekammer und der Marburger Bezirksärztekammer, deren Vorsitzender er von 1988 bis 1992 war und seit 1996 wieder ist.

Viele weitere berufspolitische Ämter folgten, in denen Uffelmann sich insbesondere für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Entlohnung von Arzthelferinnen einsetzte. Lübcke wies auch auf Uffelmanns Engagement im Vorstand der Kreisverbände von DRK und DLRG hin, womit er überleitete zum Einsatz des Mediziners in seiner Heimat Gemünden. Als passionierter Tennisspieler war der Mediziner maßgeblich am Aufbau des TC Blau-Weiß Gemünden beteiligt, dessen Vorsitzender er bis ins Jahr 2000 war. Als Beiratsmitglied prägte er zudem den Museumsverein. „Mit Elan, Zielstrebigkeit und Kompetenz vermochten Sie viel zu bewegen. Ich hoffe, dass sich dieser Virus verbreitet“, sagte Lübcke.

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