Bereit zum Sägen: Deutsche Waldarbeitsmeisterschaften in Frankenau

Hoffnung auf dritten Titel

Bald wird gesägt: Der Vorsitzende des Vereins Waldarbeitsmeisterschaften, Werner Klingelhöfer (hier mit den Mitgliedern Bernd Schenk, Axel Zwick und Thomas Wickert auf dem Gelände der Zielfällung nahe der Kellerwaldhalle), ist bereit für die deutschen Waldarbeitsmeisterschaften. Foto: Schelberg

Frankenau. Die Planungen für die deutschen Waldarbeitsmeisterschaften in Frankenau sind beinahe abgeschlossen. 120 Bäume für die Zielfällung stehen bereit, 3600 Löcher wurden zur Vorbereitung der Disziplin Entastung gebohrt. Lediglich die Rollen für Kombinations- und Präzisionsschnitt müssen noch angeliefert werden.

Viele Helfer

20 Helfer vom Verein Waldarbeitsmeisterschaften und Hessen Forst werden ab 16. Juni das Wettkampfgelände herrichten. Der Vorsitzende Werner Klingelhöfer rechnet mit vielen Besuchern: „Das ist schon ein besonderes Ereignis für die Region.“ Als einer von elf hessischen Teilnehmern hofft Klingelhöfer, dass zum dritten Mal in Folge der Titel „Deutscher Meister“ in Hessen bleibt. Zuvor hatten der Frankenauer Thomas Wickert (2007) und der Sachsenberger Marco Berghöfer (2009) den Titel errungen.

An den Wettkampftagen gilt es dann, Punkte in Einzelwertung und Gesamtwertung zu erzielen. Dabei sind rund 70 Schiedsrichter und Helfer im Einsatz. Die Teilnehmer müssen ihr Können in fünf Disziplinen unter Beweis stellen:

Kettenwechsel: Dabei wird eine einsatzbereite Motorsäge zerlegt, die Kette gewechselt und anschließend möglichst schnell und fehlerfrei wieder zusammengesetzt.

Zielfällung: Innerhalb von fünf Minuten muss eine Fichte zielgenau gefällt werden. Dazu bestimmt der Teilnehmer einen abgesteckten Zielbereich, in den die Fichte fallen soll.

Kombinationsschnitt: Von zwei aufgebockten Stämmen muss je eine Scheibe geschnitten werden. Dabei wird die erste Hälfte von unten, die andere von oben abgesägt. Der Versatz beider Schnitte sollte nach Möglichkeit gering sein.

Präzisionsschnitt: Von zwei Stämmen muss je eine Scheibe geschnitten werden. Die Unterlage, auf der beide Stämme liegen, darf dabei nicht beschädigt werden.

Entasten: Beim Entasten müssen 30 Äste von einem Stamm gesägt werden. Neben Schnelligkeit Exaktheit der Schnitte in die Bewertung ein. Das Entastungsfinale am Samstag verspricht dank der hohen Leistungsdichte der Teilnehmer „Spannung bis zum letzten Ast.“ (sm)

Quelle: HNA

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