Löhlbach

Hoffnung trotz Insolvenzantrag

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- Haina-Löhlbach. Die Firma WKM setzt nach finanziellen Problemen andere Schwerpunkte.

Unter anderem weil einige Kunden insolvent gegangen sind, ist dasUnternehmen selbst in eine finanzielle Schieflage geraten. Derzeit läuft die Arbeit aber weiter, die 15 Mitarbeiter erhalten ihren Lohn. Fünf Angestellte mussten gehen. Insolvenzverwalter Hartmut Mitze hat die Geschäfte in dem Löhlbacher Unternehmen bereits im Januar übernommen.

Nach Angaben von Mitze war das Unternehmen schon vor Jahren in eine Schieflage geraten. Gründe dafür seien eine ungeplante Expansion, aber auch Kundeninsolvenzen gewesen, sagte Mitze. Einer der Großkunden von WKM war der Modellbahnhersteller Märklin, der ebenfalls insolvent gegangen ist.

Die Gläubigerversammlung hat den Frankenberger Rechtsanwalt damit beauftragt, zu prüfen, ob eine Sanierung durch Erstellung eines Insolvenzplanes oder durch übertragende Sanierung auf einen neuen Rechtsträger in Betracht kommt. „Wir sind jetzt in der heißen Phase und führen die Gespräche mit den Banken“, erläuterte der Insolvenzverwalter auf Nachfrage der FZ.

Der Betrieb in Löhlbach läuft derzeit weiter – in vollem Umfang. I5 Mitarbeiter sind betroffen und hoffen darauf, dass das Unternehmen gerettet werden kann. Inhaber und Gründer Wolfgang Möller ist guter Hoffnung, dass zum 1. September, spätestens aber zum 1. Oktober eine sogenannte sanierende Übertragung auf die zweite Firma „Kreative Werbemittel“ erfolgen wird. Damit werde sich WKM wieder mehr auf das Kerngeschäft – Werbung, Kommunikation, Marketing – konzentrieren. Vor allem in der Druckweiterverarbeitung habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren Verluste gemacht und besonders durch Insolvenzen anderer Unternehmen gelitten, sagte Möller im Gespräch mit der FZ. Das Standbein „Druck“ werde WKM deshalb deutlich zurückfahren und dafür wieder „verstärkt in den Werbemittelbereich gehen“, erläuterte der Firmenchef.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 11. August.

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