Dodenau

TSV hofft auf Zuschüsse für Kunstrasen

- Battenberg-Dodenau (da). Die TSV-Mitglieder sollten sich keine großen Hoffnungen auf hohe Zuschüsse seitens der Stadt für einen Kunstrasenplatz machen. „Die städtischen Gremien werden eine Abwägung zwischen dem Wunsch nach einem anforderungsgerechten Sportplatz, den städtischen Pflichtaufgaben, sonstigen Vorhaben und der Finanzlage der Stadt vornehmen müssen“: Das schrieb Bürgermeister Heinfried Horsel an den TSV-Vorsitzenden Klaus-Peter Müller.

Der Wunsch des TSV nach einem Kunstrasenplatz war auch Thema einer Anfrage der CDU-Fraktion. Im Rahmen der Haupt- und Finanzausschusssitzung legte Horsel am Donnerstag den Brief des TSV und die Antwort des Magistrats vor.

Der TSV wolle den jugendlichen Fußballern eine „der heutigen Zeit angemessene Spielstätte“ zur Verfügung stellen, hatte Müller in seinem Schreiben an den Magistrat betont. Das Interesse, auf dem vorhandenen Platz zu spielen, nehme kontinuierlich ab. Auch im Seniorenbereich habe der TSV Probleme, künftig zwei Mannschaften zu stellen, „da auch hier der Hartplatz abschreckt“.

Die TSV-Verantwortlichen favorisieren nach der Besichtigung anderer Sportanlagen einen Kunstrasenplatz und hat auf eigene Kosten ein 1600 Euro teures Bodengutachten erstellen lassen. Damit wurden Angebote von Baufirmen eingeholt.Müller hofft auf finanzielle Hilfe. „Für den Fortbestand des Fußballs in Dodenau mit seinen etwa 70 Jugendlichen, die von vielen ehrenamtlichen Helfern betreut werden, ist Ihre Unterstützung die Voraussetzung, positiv in die Zukunft zu blicken“, heißt es im Brief an den Battenberger Magistrat. Der Dodenauer Ortsbeirat hat den neuen Sportplatz in seinem Vorschlagskatalog für Investitionen aufgenommen.

Zunächst müssten die Angebote der Sportplatzbaufirmen abgewartet werden, sagte Horsel. „Alternativ zu einer Deklaration als städtische Maßnahme käme auch eine Zuschussbeteiligung der Stadt für eine Vereinsmaßnahme in Betracht, je nachdem, welches Finanzierungsmodell insgesamt gesehen das Günstigere ist.“

Der Bürgermeister weist den TSV allerdings auf die „sehr schwere Finanzlage“ der Stadt in den nächsten Jahren hin: Wie berichtet, droht bis zum Jahr 2015 ein Fehlbetrag im Haushalt in Höhe von 8,5 Millionen Euro, die Verschuldung steigt in dieser Zeit auf 6,9 Millionen Euro. Horsel empfiehlt dem TSV, „ein Finanzierungskonzept vorzulegen, in dem der städtische Anteil möglichst gering ist.“

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