Vorbereitungen für Fest laufen

Hommershäuser Jubiläum rückt näher

Damals wie heute idyllisch gelegen: Der Frankenberg Stadtteil Hommershausen – hier eine Aufnahme aus den 1950er Jahren – feiert im Jahr 2016 sein 1000-jähriges Bestehen.Repro/Foto: Willi Blanc

Frankenberg-Hommershausen - Die Vorbereitungen für ein großes Fest sind angelaufen: Im Jahre 2016 feiert das Walddorf Hommershausen sein 1000-jähriges Bestehen.

Anders als viele andere Dörfer der Region, die in alten Hainaer oder Mainzer Urkunden Erwähnung finden, wird Hommershausen erstmals in einem Dokument aus Worms genannt - vor fast 1000 Jahren. Deshalb wollen die „Kawestecher“ im Jahr 2016 groß feiern.

Das Dorf taucht erstmals im Urkundenbuch der Stadt Worms auf. In einer Urkunde schenkt Bischof Burkhard von Worms dem Kloster Nonnenmünster bei Worms alle seine Güter und Leibeigenen im Hessengau zu Herbrachtshausen und anderswo. Der urkundliche Name in diesem Dokument war Huomereshuson, er hat sich in den vergangenen 1000 Jahren mehrmals geändert von Hummershusen (1275), Humbrachtshusen (1409) zu Hombertshusen, Homertzhusen und ab 1577 zu Hommershausen. Das Dorf wurde wahrscheinlich im „Sternerkrieg“ in den Jahren 1372/73 zerstört und die Wüstung erst 1518 wieder neu besiedelt.

Die Einwohnerzahl unterlag großen Schwankungen. 1577 waren es 20 Einwohner, 1852 dann 166 Einwohner, 1910 waren es 134 und 2013 schließlich 169 Einwohner. Bei der Gebietsreform 1970 verlor die Gemeinde ihre Selbständigkeit und ist seit her Stadtteil von Frankenberg. Letzter Bürgermeister war Adam Blanc, zugleich auch erster Ortsvorsteher.

Um die große Herausforderung der Jubiläumsfeier stemmen zu können, haben die Hommershäuser im vergangenen Juli den Verein „ Die Kawestecher - Verein für dörfliche Kultur, Hommershausen“ gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Kurt Wölfl gewählt. Die Mitgliederzahl hat sich von anfänglich 47 auf nunmehr 65 erhöht. Aber auch Nichtmitglieder engagieren sich für das Jubiläumsfest. Viele waren so zur ersten Jahreshauptversammlung gekommen, zu der Wölfl auch den Ersten Stadtrat Willi Naumann begrüßte. Dieser sicherte dem Stadtteil die ideelle Unterstützung durch die Stadt zu.

Im Jahresbericht ging Wölfl auf die ersten Planungen und Vorhaben des Vereins ein: Für das Jubiläumsjahr sind zahlreiche, über das gesamte Jahr 2016 verteilte Veranstaltungen geplant. Für die Organisation sind elf Arbeitsgruppen gebildet worden, die sich selbst organisieren und tätig werden sollen. Die Arbeitsgruppen stellten bei der Jahreshauptversammlung schon einige Ergebnisse ihrer Tätigkeit vor.

Die Hauptveranstaltung findet Mitte Juni 2016 statt. Es soll unter anderem eine Ausstellung „Historische Fahrzeuge“ geben, ebenso eine Bilderausstellung und ein eigens für das Fest errichtetes Zelt-Dorf. Dessen „Bewohner“ zeigen, wie in der Zeit vom 11. bis zum 13. Jahrhundert gelebt wurde. Feuerschlucker, Schaukämpfer und Gaukler amüsieren das Publikum. . Für die Internetnutzer hat Karlheinz Balz die Webseite www.kawestecher.de eingerichtet, die sich noch im Aufbau befindet.

Mit einem Logo wollen die Hommershäuser für ihr Dorfjubiläum werben. Im Rahmen der Ausschreibung waren 24 Vorschläge eingereicht worden, dem Sieger winkte ein Essensgutschein für zwei Personen. Im Wahlverfahren mit zwei Durchgängen fand der Entwurf von Lukas Wissemann den größten Zuspruch. Das Logo soll künftig auf Shirts, Flyern und Briefen Verwendung finden.

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