Baustelle auf der B 236

Horsel protestiert gegen Umleitung

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Durch Berghofen werden sich ab dem 14. September verstärkt Autos und Lastwagen schlängeln. Grund ist die Baustelle auf der Bundesstraße 236. Auch Laisa ist von der Umleitung betroffen.Foto: Mark Adel

Battenberg - Ab nächstem Freitag soll der Verkehr wegen der Baustelle auf der Bundesstraße 236 über Berghofen und Laisa umgeleitet werden. Auch schwere Lastwagen werden sich dann durch die Dörfer schlängeln.

Schon jetzt „verirren“ sich die Fahrer von Autos und Sattelschleppern nach Berghofen und müssen nach dem Weg fragen. Das dürfte sich ab nächstem Freitag noch steigern. Denn dann ist die kleine Kreisstraße durch Berghofen und Münchhausen ganz offiziell eine Umgehung.

Grund ist die Baustelle auf der Bundesstraße 236, die zwischen Battenberg und der Kreisgrenze nahe Münchhausen asphaltiert wird. Während des gerade laufenden ersten Bauabschnitts wird der Verkehr durch Wollmar in Richtung Bundesstraße 253 geleitet. Bei dem am 14. September beginnende zweite Bauabschnitt ist die B 236 zwischen Münchhausen und Berghofen befahrbar und macht die neue Umleitung über die Kreisstraße 116 möglich.

Hessen-Mobil in Arolsen hatte zwar über die Sperrung informiert, über die genaue Umleitung die Stadt aber im Unklaren gelassen. Battenbergs Bürgermeister Heinfried Horsel erfuhr erst aus der FZ über die Pläne von Hessen-Mobil. In einem Protestschreiben, dass der FZ-Redaktion vorliegt, hat er seinem Ärger Luft gemacht. „Die Stadt Battenberg ist weder in die Umleitungsplanung einbezogen noch über die vorgesehene Maßnahme informiert worden“, schrieb er den Straßenplanern und ergänzte: „Ich sehe die Führung des kompletten Bundesstraßenverkehrs durch beide Ortslagen für höchst problematisch an.

Die Straßenführung in den Ortslagen ist für den zu erwartenden Verkehr, insbe­sondere an Schwerlastverkehr, nicht ausgelegt. Mit gefährlichen Begeg­nungssituationen auf der Straße muss gerechnet werden, hinzu kommt der schlechte Straßenzustand in der Ortslage Berg­hofen.“

Es müsse mit „größerem Instandsetzungsbedarf“ gerechnet werden. Die Bewohner beider Dörfer würden durch das hohe Verkehrsaufkommen „erheblich beeinträchtigt.“ Bürgermeister Horsel bittet um Prüfung, ob eine weiträumige Umfahrung über die Bundesstraßen 62 und 253, also über Göttingen, Biedenkopf und die Sackpfeife sowie entgegengesetzt. „Nach meiner Einschätzung sollte es möglich sein, auf eine Vollsperrung zu verzichten und den Verkehr mittels Ampelsteuerung einseitig an der Baustelle entlang zu führen.“

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