Tempolimit in Battenberg

Horsel: "Tempo 30 hat sich bewährt"

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Seit zwei Jahren gilt in der Dodenauer Straße eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Grund waren allerdings nicht die angrenzende Grundschule oder das Seniorenheim, sondern eine Baustellenausfahrt. Bürgermeister Heinfried Horsel hofft, dass das Tempolimit auch nach dem Ende der Baustelle bestehen bleibt.Foto: Mark Adel

Battenberg - In den vergangenen Tagen war das Tempolimit vor der Grundschule kurzzeitig aufgehoben - eine Baufirma hatte die Schilder weggeräumt. Seit gestern stehen sie wieder. Bürgermeister Horsel hofft, dass aus der Übergangslösung eine dauerhafte Regelung wird.

Viele Jahre lang hatten Eltern, Lehrer und Kommunalpolitiker ein Tempolimit vor der Grundschule in der Dodenauer Straße gefordert. Damit sollte sowohl die Sicherheit der Kinder als auch der Bewohner des DRK-Seniorenheims erhöht werden.

Weil es sich um eine Landesstraße handelt, kann die Stadt nicht über eine Geschwindigkeitsbegrenzung entscheiden. Zuständig sind Landkreis und Hessen-Mobil - doch dort stieß der Wunsch aus Battenberg lange Zeit auf taube Ohren. Die Stadt konnte lediglich „Freiwillig 30“-Schilder aufstellen, um Autofahrer zum Tritt auf die Bremse zu ermutigen.

Erst im Sommer 2011 wurden offizielle Tempo-30-Schilder aufgestellt, die die Geschwindigkeit montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr reduzierten. Auslöser war aber nicht die Sorge um die Sicherheit von Kindern und Senioren, sondern die Baustelle am Seniorenheim. Der Anbau ist inzwischen fertiggestellt. Bürgermeister Heinfried Horsel setzt aber darauf, dass das Tempolimit weiterhin besteht: „Es hat sich bewährt. Ich hoffe, dass es eine Dauerlösung wird“, sagte der Verwaltungschef. „Es schützt die Kinder und die alten Menschen.“ Die Verkehrsteilnehmen würden sich an die Beschränkung halten.

Vor zwei Jahren sei ein Gespräch zwischen den Ämtern nach dem Abschluss der Bauarbeiten vereinbart worden. Schon damals hatte Horsel als Ziel ausgegeben, Tempo 30 zur Dauereinrichtung zu machen. Das Limit war unter anderem mit Radarmessungen überwacht worden.

Bis eine endgültige Entscheidung gefallen ist, sollen die Schilder stehen bleiben.

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