Pohl neuer Geschäftsführer der Hotelbetriebsgesellschaft Battenberg

Hotel „Die Sonne“ und die Region bekanntmachen

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Frankenberg - Gerhard Pohl ist ein ausgewiesener Fachmann im Gastronomie- und Hotelgewerbe. Doch von Frankenberg und dem Hotel „Die Sonne“ hatte er bis vor kurzem noch nichts gehört. Als neuer Geschäftsführer will er dafür sorgen, dass die Region und das Hotel zu markanten Zielen auf der touristischen Landkarte werden.

Von der Nordseeküste ins Ederbergland: Gerhard Pohl verstärkt die Geschäftsführung der Hotelbetriebsgesellschaft Battenberg (HBB). Gemeinsam mit Dr. Martin Viessmann und Jörg Lenz verantwortet der 46-jährige Hotelmanager künftig die HBB-Betriebsstätten: das Hotel „Die Sonne Frankenberg“, das Gästehaus der Allendorfer Firma Viessmann in Battenberg und ab Ende Juni das neue Viessmann-Gastronomieprojekt, das zurzeit in unmittelbarer Nähe zum Hänsel- und Gretelbrunnen in Battenberg entsteht. In den vergangenen 13 Jahren arbeitete Pohl auf der Nordseeinsel Sylt.

Bekanntheitsgrad erhöhen

Manfred Greis, Leiter Unternehmenskommunikation der Viessmann-Gruppe, bezeichnet die Weiterentwicklung der Hotel- sowie Gastronomieeinrichtungen als Pohls Hauptaufgabe. In erster Linie soll es darum gehen, das Hotel „Die Sonne Frankenberg“ und vor allem die unmittelbare Region, den Keller- und den Burgwald, zu dem Bekanntheitsgrad zu führen, „den die Gegend verdient hat“. Um dies zu erreichen, „muss man kreativ sein“, betont Greis, der großes Potenzial sieht. Von den touristischen Marken „Grimm-Heimat Nordhessen“ und „Märchenstraße“ würden „Die Sonne“ und die Region jedenfalls nicht unmittelbar profitieren.

Im Hotel „Die Sonne Frankenberg“ steht Pohl Direktorin Kerstin Scholl zur Seite, die für die Gäste weiter die erste Ansprechpartnerin bleibt. „Ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit mit Gerhard Pohl. Von der großen Erfahrung, die er auf seinem bisherigen Berufsweg gesammelt hat, werden wir bei der Weiterentwicklung unserer Angebote sehr profitieren“, sagt die Direktorin, die seit drei Jahren in Frankenberg arbeitet. Von dem neuen Fernziel verspricht sich Scholl viel: „Wenn wir Gäste erst einmal nach Frankenberg gelotst haben, dann sind sie vom Hotel und der Region begeistert und kommen wieder.“ Unter der Woche sei die Hotelauslastung durch Firmenkunden sehr gut, von Freitag bis Sonntag erfreue sich das Haus bei Privatkunden großer Beliebtheit. Vor allem der Wellness-Bereich und das Sterne-Restaurant „Philipp Soldan“ seien Kundenbringer.

Erst seit fünf Tagen in Frankenberg, will sich der neue Geschäftsführer zunächst einen Überblick über die Abteilungen verschaffen. Schon jetzt steht für ihn fest: „In dem Haus habe ich alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Hotellerie vorgefunden.“ Als Beispiel fügt er an: „In der Beurteilung des Serviceangebotes auf den Hotelbewertungsportalen im Internet schneidet die ,Sonne‘ nicht von ungefähr mit weit herausragenden Werten ab.“ Ein weiterer Erfolgsfaktor sei das besondere Ambiente mitten in der historischen Altstadt. „Das Haus ist auch mit seiner hervorragenden Küche sehr gut aufgestellt“, sagt Pohl mit Blick auf das Angebot der fünf Restaurants.

„Im Ergebnis hat mich das Angebot in und rund um die Sonne in ihrem bezaubernden Ambiente vollkommen überzeugt“, begründet Pohl seine Entscheidung, die neue Herausforderung „auf dem Festland“ anzunehmen. „Gerne möchte ich die sehr gute Aufbauarbeit von Direktorin Scholl weiter vorantreiben und ,Die Sonne Frankenberg‘ regional und über die Grenzen von Hessen hinaus etablieren sowie mit einem geschärften Profil zu einer Marke aufbauen.“ Ein zweiter Schwerpunkt soll die Aus- sowie Fortbildung sein. „Hier möchte ich durch gezielte Qualitätsverbesserungsmaßnahmen ,Die Sonne‘ zu einem Vorreiter im Bereich Ausbildung machen.“ Ziel soll sein, vermehrt „Nachwuchs aus der Region“ zu rekrutieren.

Zur Person: Gerhard Pohl:

Gerhard Pohl ist 46 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Söhnen im Alter von acht und fünf Jahren sowie einer zweijährigen Tochter. Der aus einer Hoteliersfamilie aus dem Tal der Loreley stammende Pohl erlernte das Gastronomie- und Hotelgeschäft von der Pike auf. Er startete seine Laufbahn mit einer Kochausbildung im Schwarzwald. Durch einen weiteren Abschluss als Hotelfachmann und eine Weiterbildung zum Hotelbetriebswirt an der Heidelberger Hotelfachschule eignete er sich fundiertes Wissen in verschiedenen Bereichen der Hotellerie und Gastronomie an.

Gerhard Pohl arbeitete unter anderem für die Konzerne Steigenberger und Renaissance Hotels sowie für weitere Privathotels im In- und Ausland. Zu seinen Erfahrungswerten zählt auch ein zweijähriger Aufenthalt als Hoteldirektor in Kenia, bevor er die Leitung der 5-Sterne-Hotels „Fährhaus-Sylt“ und „Aarnhoog-Sylt“ übernahm. Auf der Ferieninsel arbeitete er insgesamt 13 Pohl.

Im Jahr 2003 absolvierte Gerhard Pohl eine Weiterbildung an der renommierten Cornell University in Ithaca im Staate New York in Amerika. Seinen Abschluss als International Executive MBA „Tourism & Leisure Management“ an der Universität Salzburg mit Auslandssemestern in St. Gallen/Schweiz und Vancouver/Kanada legte er im Mai 2009 ab.

Seine Frau hat er an der Heidelberger Hotelfachschule kennengelernt. Für die Sommerferien ist der Umzug nach Frankenberg geplant.

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