Hugenottenpfad als „Europäische Kulturroute" ausgewiesen

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Kleine, handliche Einzelkarten: Sie sollen künftig als Teile des neuen Routenführers „Mittelhessen“ Wanderern die Orientierung auf dem Hugenotten- und Waldenserpfad erleichtern. Auf dem Louisendorfer Kirchhof übergab Dr. Renate Buchenauer (3. von links) die ersten Exemplare an Freunde und Förderer des Projekts. Fotos: Völker

Burgwald/Louisendorf. Der Europarat hat den Fernwanderweg Hugenotten- und Waldenserpfad als „Europäische Kulturroute“ ausgewiesen. Für den Abschnitt Mittelhessen liegt jetzt ein neuer Routenführer vor.

Im Herzen der ehemaligen Hugenotten-Kolonie Louisendorf hatte Dr. Renate Buchenauer am Donnerstag allen Grund zur Freude: Für den Streckenabschnitt „Mittelhessen“ des europäischen Fernwanderweges zwischen Louisendorf und Bad Homburg stellt die Projektkoordinatorin vom Verein „Hugenotten- und Waldenserpfad in Deutschland einen „Kulturroutenführer“ mit 18 Karten vor.

Der Europarat hatte zuvor die Qualität dieses Weges mit dem Prädikat „Europäische Kulturroute“ ausgezeichnet hat. „Es ist eine von 27 europäischen Kulturrouten, vergleichbar etwa mit klassischen Pilgerwegen wie dem Jakobsweg“, erklärte sie.

Im Kreis von Vertretern der Gemeinden mit Hugenotten- und Waldensergeschichte sowie Sponsoren, die das Kartenprojekt finanziell unterstützt hatten, erläuterte Vorstandsmitglied Gerhard Badouin (Gemünden) die Entstehung und das Gesamtkonzept des 1800 Kilometer langen Hugenotten- und Waldenserpfads südlich vom französischen Die, der Partnerstadt von Frankenau, und dem nordhessischen Bad Karlshafen.

„Der Weg wird in beiden Richtungen gut bewandert“, erklärte er. „Erst kürzlich traf ich Baden-Württemberger an den Franzosenwiesen!“

Der neue Routenführer mit seinen 18 Blättern, die im Marburger Kartenverlag von Dr. Lutz Münzer hergestellt worden sind, enthält auch verschiedene attraktive Wegschleifen („Frauenberg“ südlich Marburgs, „Lengeltal“ bei Frankenau, „Wiesenfeld“, „Burgwald“ und „Treysa-Frankenhain“).

Die Begleittexte und Piktogramme weisen auf Kulturstätten, Höhepunkte der Hugenotten- und Waldensergeschichte sowie wanderbedeutsame Infrastruktur hin.

„Wir führen inzwischen Gespräche wegen einer Verlängerung der Kulturfernweges bis Berlin-Brandenburg, wo die Hälfte aller Refugiés untergekommen ist“, berichtete Gerhard Badouin.

Eine Grafik und mehr Informationen zum Hintergrund des Wanderweges finden Sie in der gedruckten Freitagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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