Bis zur "Geisterstunde"

Tausende Besucher kamen zum Halloween-Shopping

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Furchteinflößend: Für das Halloween-Shopping in der Frankenberger Innenstadt hatten sich die Besucher kreative Verkleidungen einfallen lassen. 

Frankenberg. „Süßes oder Saures“ – in Frankenberg war wieder Gruselzeit: Zur schaurig-schönen Halloween-Party der Frankenberger Kaufleute hatten sich am Samstag vor allem Kinder in außergewöhnliche Kostüme geworfen. 

Blutige Monster, düstere Hexen oder fiese Teufel zogen ab Einbruch der Dunkelheit durch die Stadt und machten die Fußgängerzone unsicher.

Zuletzt aktualisiert um 15.14 Uhr.

Natalie Corrado (14) aus Röddenau und Lea Harley (15) aus Frankenberg hatten sich besonders schaurig verkleidet: Im Gesicht und am ganzen Körper waren sie „blutverschmiert“. Laut einer Umfrage feiern zwei Drittel der Hessen Halloween. Bei der verrückten Einkaufsnacht in Frankenberg war – zumindest gefühlt – sogar die ganze Stadt unterwegs. Mehrere Tausend Menschen zogen durch die Fußgängerzone, ab etwa 20 Uhr drängten sich die Halloween-Besucher dicht an dicht durch die Nebel verhangenen Straßen und die lichtdurchfluteten Geschäfte. 

An Halloween machte auch der Frankenberger Einzelhandel „schrecklich“ gute Geschäfte. Die Läden waren voller Menschen, bis zur Geisterstunde um Mitternacht war verkaufsoffen. Andrè Kreisz, Chef der Frankenberger Kaufleute, zog daher früh eine positive Bilanz: „Halloween ist und bleibt ein besonderes Event in Frankenberg.“ Besonders freute er sich darüber, dass das „fürchterliche Spektakel“ mit seiner tollen Atmosphäre wieder Menschen aus der ganzen Region angelockt hatte: „Die Stadt war im Ausnahmezustand, Halloween war wieder ein voller Erfolg.“ Dazu trug auch das Wetter bei: Es war trocken, der Himmel sternenklar, die Temperaturen angenehm. 

Halloween-Shopping in Frankenberg

Mit ihren schrillen und farbenprächtigen Kostümen stachen vor allem die Hochstelzenläufer der Künstleragentur Gagè aus Frankfurt hervor. Auf ihren Stelzen schwebten sie wie elfengleiche Fabelwesen durch die Innenstadt und zogen die Blicke der Halloween-Besucher auf sich. Einen „gruseligen Showtanz“ zum Helene-Fischer-Hit „Atemlos“ lieferten Kinder aus Bottendorf ab, das Percussion-Ensemble Battenberg hatte den Titel „Ich bin der Hass“ im Repertoire und die Dudelsackspieler von „The First Guards of St. Kilian“ aus Korbach bahnten sich mit ihren schrillen Klängen den Weg durch die Menschenmassen. 

Zum erste Mal erlebte der vierjährige Björn Beher das Halloween-Fest, begleitet von Oma und Opa. Auch er ging schon mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ in die Geschäfte. Sein Fazit: „Halloween lohnt sich.“ (mjx)

Quelle: HNA

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