Student manipuliert Stromzähler im Elternhaus

"Ich bin kein Betrüger in dem Sinne"

Frankenberg - Mit zwei starken Industriemagneten hat ein Student den Stromzähler in seinem Elternhaus in Frankenberg manipuliert. Damit wollte er erreichen, dass das Gerät langsamer läuft - und somit die Stromrechnung seiner Eltern deutlich senken. Deshalb wurde er wegen versuchten Betruges in Tateinheit mit Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro, verteilt auf 40 Tagessätze, verurteilt. Damit gilt er nicht als vorbestraft.

Der Plan des Studenten war nicht aufgegangen: Die Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) kam dem Mann auf die Schliche, weil der Stromzähler nach einer Weile nicht mehr funktionierte. Die Energiekosten, die bis dahin nicht gezählt und nachberechnet wurden, belaufen sich nach Angaben der EGF auf etwa 6500Euro.

Der 29-Jährige räumte seine Tat umfassend ein und erläuterte die Hintergründe: „Ich wollte meinen Eltern entgegenkommen“, sagte er. Er habe zwar „alles wissentlich und willentlich“ gemacht - „aber ich bin kein Betrüger in dem Sinne“.

„Wenn ich einen falschen Sachverhalt vortäusche und versuche, einen Vermögensvorteil zu erlangen, ist das ein Betrug“, betonte der Staatsanwalt - auch, wenn dies in der Absicht geschehe, einen anderen und nicht sich selbst zu bereichern. „Sie sind da planmäßig vorgegangen“, sagte der Staatsanwalt. (apa)

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