Satzungsänderung soll drohende Auflösung des TSV Rosenthal verhindern

Idee: Verantwortung auf Team verteilen

Rosenthal - In überschaubarer Runde diskutierten rund 15 Mitglieder des TSV Rosenthal über die Zukunft des 1903 gegründeten Vereins.

Rund 800 Mitglieder hat der TSV Rosenthal, aber niemand ist bereit, den Posten des ersten Vorsitzenden zu übernehmen. Somit droht im Frühjahr 2014 die Auflösung (FZ berichtete). Obwohl es zahlreiche engagierte Mitglieder, funktionierende Strukturen und auch eine Geschäftsstelle gibt, findet sich niemand, der diese Verantwortung übernehmen will.

„Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten für das Modell des Team-Vorstandes: entweder die Abteilungsleiter im Wechsel oder ein Team aus mehreren Vorstandsmitglieder gemeinsam mit den Abteilungsleitern“, sagte Heiko Becker, Abteilungsleiter Tischtennis.

Ein Vereinsmitglied mahnte, man solle sich auf die ursprüngliche Aufgabe des TSV besinnen, nämlich den Sport: „Die Aufgabe des TSV ist nicht, das Heimatfest alle fünf Jahre zu organisieren, sondern den Breitensport in unserer Stadt zu gewährleisten“. Während der Sitzung wurde auch deutlich, dass die Aufgaben eines neuen Team-Vorstandes noch nicht deutlich umrissen sind und sich etwaige Interessenten noch nicht sicher sein können, auf was sie sich einlassen würden.

In einem nächsten Schritt will nun der Vorstand mit interessierten Mitgliedern und möglicherweise einem unabhängigen Moderator versuchen, die Ziele und das Leitbild des TSV und auch die Aufgabenverteilung innerhalb eines Vorstandsteams genauer auszuarbeiten, um damit möglichen Interessenten die Chance zu geben, mit ihren Stärken die Aufgaben im Team zu bereichern.

Außerdem wird parallel beim Amtsgericht ermittelt, wie die Satzung zukünftig gestaltet werden muss, damit der TSV auch ohne einen ersten Vorsitzenden geführt werden kann. (jj)

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