80-Jahr-Feier der Feuerwehr Rennertehausen – Hoher Ausbildungsstand

Immer vorne dabei

80 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rennertehausen: Die Geehrten und die Gäste der Feuerwehr Rennertehausen feierten vor dem Feuerwehrgerätehaus. Foto: Dudek

Rennertehausen. 1931 wurde in den USA das Empire State Building eröffnet und Al Capone ins Gefängnis geschickt. Und 1931 fanden sich auch 35 Männer aus Rennertehausen zusammen, um eine Feuerwehr zu gründen.

Rolf Schubert, der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr, hatte markante Ereignisse aus dem Jahr 1931 in Erinnerung gerufen. In seiner Rede zur 80-Jahr-Feier der Feuerwehr ging er auf die Anfänge der Wehr ein: Handspritze, Hanfschläuche, die Wasserversorgung der Spritze musste mit Eimern sichergestellt werden, die Spritze wurde per Hand zum Einsatzort gezogen. „Heute mit moderner Technik und Ausrüstung ist die Arbeit der Feuerwehr vielleicht leichter geworden“, sagte Rolf Schubert, „aber die Aufgaben sind schwieriger und vielfältiger als vor 80 Jahren“.

Mit Stolz wies der Vorsitzende der Rennertehäuser Feuerwehr auf den hohen Ausbildungsstand der Wehr in Rennertehausen hin: „Seit 1971, also seit 40 Jahren, nimmt die Feuerwehr an den Leistungswettkämpfen der Feuerwehren teil, immer mit vorderen Plätzen.“

Und das die Feuerwehr in Rennertehausen auch in Zukunft die hohen Anforderungen meistern wird, da besteht für Rolf Schubert kein Zweifel, denn durch die gute Jugendarbeit der Wehr ist der Nachwuchs gesichert. Schubert konnte zu dem Festkommers vor dem Feuerwehrgerätehaus zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Landrat Dr. Reinhard Kubat bedankte sich für den Landkreis Waldeck-Frankenberg bei den Mitgliedern der Rennertehäuser Feuerwehr: „Man kann das freiwillige, engagierte Eintreten für Leben und Sachen anderer Menschen nicht hoch genug würdigen.“ Kubat weiter: „Die Feuerwehren leisten nicht nur Rettung und technische Hilfe, sie gestalten das soziale und kulturelle Leben in den Dörfern aktiv mit.“

Auch Bürgermeister Claus Junghenn ging auf das Jahr 1931 ein: „ Es war ein Katastrophenjahr, denn Deutschland verlor zweimal gegen Österreich im Fußball,“ sagte Junghenn mit einem Augenzwinkern. Mit Landrat Kubat zeigte sich Bürgermeister Claus Junghenn einig, dass eine Zusammenlegung von Wehren oder gar eine Berufswehr für den ländlichen Bereich nicht nur aus finanziellen Gründen nicht in Frage komme.

Pfarrer Claus Becker erinnerte daran, dass die Notfallseelsorge ihren ersten Einsatz in Rennertehausen hatte und heute, nach anfänglicher Skepsis, ein wichtiger und fester Bestandteil der Wehr sei.

MGV-Vorsitzender Arno Clemens überbrachte die Grüße der Ortsvereine: „Ihr Feuerwehrleute seid komische Menschen. Wenn ihr in ein Haus rein rennt, rennen die Leute schreiend raus, wenn der MGV zu den Leuten kommt, um zu singen, freuen sich die Menschen, wenn die Feuerwehr kommt, weinen die Menschen oft. Aber jeder ist froh, dass es euch gibt, auch wenn jeder hofft, dass man euch nie braucht.“ Unter Leitung von Anita Py schloss der MGV seinen Gruß musikalisch ab. (od)

Quelle: HNA

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