Seltener Besuch aus Mexiko – Kinder lernten Tanz und Lied und bekamen neue Namen

Indianer erobern Laisaer Kita

Viele kleine Krieger: Die Laisaer Kindergartenkinder und einige Grundschüler waren begeistert vom Besuch der beiden Indianer Tona (kleines Foto, links) und Miguel. Fotos:  nh

Laisa. An diesen Gast werden sich die Laisaer Kindergarten-Kinder noch lange erinnern: Miguel, ein Indianer vom Volk der Azteken aus Mexiko, hat den Kindern etwas von seinem Stamm und seiner Kultur erzählt. „Das war ein super Nachmittag, wir waren alle begeistert“, sagte Kita-Leiterin Beate Beer hinterher.

Miguel präsentierte sich den Kindern barfuß, mit freiem Oberkörper und prächtigem Federschmuck auf dem Kopf. Er ist ein Sonnenkrieger und zeigte den Kindern erst einmal einen Sonnentanz, mit dem er alle Himmelsrichtungen begrüßte, wie er erklärte. Dazu riefen alle anderen „Tjauwi“ – das ist der Gruß von der Erde an die Sonne. Die Federkrone ist für de Indianer die Antenne zwischen der Erde und der Sonne, und damit der Empfang gut ist, tanzen die Indianer barfuß.

Federn vom Fasan

Die Federn stammen von einem Jagdfasan, einem Feuerfasan und die bunten Federn von einem Ara. Die blauen Federn stehen für das Wasser, die grünen für die Erde, die roten für das Feuer und die gelben für die Sonnenstrahlen. Die Farben schwarz und weiß in seiner Kleidung stehen für das Gleichgewicht auf der Erde. Die Fußrasseln symbolisieren den Regen. Auf seiner Kopfbedeckung trägt er noch einen Schädel – keinen echten – er zeigt, woher der Tänzer kommt. Denn Miguel kommt aus dem Tal des Todes. Miguel wurde bei seinem Besuch in Laisa von Mario Tränkler begleitet, einem Comanche aus dem Sauerland, dessen Vater ein Indianer ist. Sein Indianername ist „Tona“. Gemeinsam lernten alle einen Indianertanz und ein Indianerlied. „Ob Kinder oder Erwachsene – alle haben gespannt zugehört und mitgemacht“, berichtete Beate Beer. Miguels Indianerstamm hat 375 verschiedene Tänze und die längsten dauern sieben Tage.

Vier Kinder des Kindergartens haben von Tona einen Glücksstein und einen Indianernamen bekommen: Amelie heißt jetzt „Weiße Wolke“, Niklas „Springender Hirsch“, Merisa heißt „Lächelndes Reh“ und Mika „Sitting Bull“.

Zum Abschluss gab es eine Meditation. Alle haben sich um die Indianer versammelt und die Augen geschlossen. „Miguel und Tona haben uns durch Geräusche in ihre Indianerwelt entführt“, erzählte Beate Beer. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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