Tag der Vorsorge

Infos über Vollmacht und Betreuung

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Richterin Regine Wagner, Udo Kratz, Christiane Nickling, Alexandra Wege, Mediziner Stephan Eisfeld und Agnes Happel (von links) beraten am Tag der Vorsorge im Amtsgericht über Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.Foto: Patricia Kutsch

Frankenberg - Wer entscheidet für mich, wenn ich auf die Hilfe anderer angewiesen bin? Und wie schaffe ich es, dass mein Wille beachtet wird, wenn ich ihn nicht mehr mitteilen kann? - Fragen zur Betreuung, zur Vorsorgevollmacht und zur Patientenverfügung beantworten Betreuungsvereine beim Tag der Vorsorge am 8. November.

Rechtzeitig einen Betreuer bestimmen, einem Angehörigen Vollmachten geben und Wünsche für eine bestimmte medizinische Behandlung festlegen - das Thema wird laut den Vertretern der Betreuungsvereine im Frankenberger Land immer bekannter. „Aber man kann viel falsch machen“, sagt Wege. „Die gesetzlichen Formalien sind kompliziert und deswegen ist der Beratungsbedarf sehr hoch.“

Die Betreuungsvereine bieten daher in Zusammenarbeit mit dem Amtsgericht und der Betreuungsbehörde des Landkreises Beratung beim Tag der Vorsorge. Er findet alle zwei Jahre im Atrium des Frankenberger Amtsgerichts statt. Der vierte Tag der Vorsorge beginnt am 8. November um 14 Uhr.

Zunächst referiert Richterin Regine Wagner über die rechtlichen Voraussetzungen für Betreuung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Der Arzt Stephan Eisfeld berät aus medizinischer Sicht über das Thema Patientenverfügung. Agnes Happel stellt die Betreuungsvereine vor, damit die Zuhörer wissen, an wen sie sich bei Beratungsbedarf wenden können.

Fragen sind laut Richterin Wagner während den Vorträgen erwünscht. Zudem gibt es kostenloses Infomaterial. Wer darüber hinaus Fragen hat, der kann in die Sprechstunden der Betreuungsvereine gehen oder telefonisch Termine vereinbaren. „Oft sind es nur kleine Fragen, die die Beratungssuchenden verunsichern“, sagt Christiane Nickling vom Treffpunkt. Sinnvoll ist es laut Wege, wenn bei einer Beratung nicht nur der Vollmachtgeber, sondern auch der Vollmachtnehmer dabei ist.

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