Neue Filteranlage wird geprüft

Inhaltsstoffe färben Trinkwasser in Roda

+
Das Trinkwasser in Roda sprudelt ein bisschen zu sehr – zwar ist es nicht gesundheitsgefährdend, aber die freie Kohlensäure ist aggressiv. Färbstoffe sorgen zudem für bräunliche Verfärbungen. Mit modernen Filtern soll die Qualität gesteigert werden.Foto: AA+W/Fotolia

Rosenthal - Gesundheitlich ist das Wasser im Rosenthaler Stadtteil Roda laut Bürgermeister Hans Waßmuth nicht bedenklich - aber an der Wasserqualität arbeitet die Stadt. Eine neue Filteranlage wird derzeit geprüft.

„Das Wasser entspricht den vorgeschriebenen Werten der Trinkwasserverordnung“, betonte Bürgermeister Hans Waßmuth. Eine Gefährdung für die Gesundheit der Rodaer Bürger bestehe nicht. Dennoch soll das Wasser weiter behandelt werden, um die Qualität zu erhöhen. Freie Kohlensäure belastet das Wasser und einige Inhaltsstoffe sorgen für eine gelb-bräunliche Verfärbung. „Diese verfärbenden Stoffe sind nicht schädlich“, sagte Waßmuth. Die Stadt arbeitet derzeit an einer Lösung, um sowohl die Kohlensäure zu reduzieren, als auch die Verfärbung aus dem Wasser zu filtern. „Viele Tiere wollen das Wasser schon gar nicht mehr trinken“, sagte Nicole Kahler von der Bürgerliste Roda.

Laut Waßmuth hatte die Stadt im vergangenen Jahr zwei Gutachten in Auftrag gegeben. „Mit dem ersten Gutachten wurde die Bausubstanz des Hochbehälters geprüft.“ Für Proben wurden sechs Kernbohrungen ausgeführt. Je zwei an der Innenwand, der Außenwand und im Fußboden. „Das Wasser hatte bereits die Fugen zwischen den Fliesen ausgespült.“

Das zweite Gutachten beschäftigte sich mit der Qualität des flüssigen Nass. „Die aggressive freie Kohlensäure macht eine Behandlung des Wassers notwendig“, sagte Hans Waßmuth.

Beide Gutachten hatte die Stadt beim Gesundheitsamt eingereicht und in der vergangenen Woche eine Stellungnahme erhalten. „Wir werden die Dosierungsanlage erneuern und einen neuen Filter nutzen“, erklärte Waßmuth im Stadtparlament.

Das neue Filtermaterial ist laut Waßmuth günstiger, als das bisherige - „und es fängt die Färbestoffe auf und eliminiert sie.“ Der pH-Wert des Rodaer Trinkwassers schwankt laut dem Rathauschef derzeit zwischen 6,9 und 7,5 - optimalerweise sollte der Wert 6,5 betragen. Die genaue Umsetzung der Ergebnisse der Gutachten lässt die Stadt laut dem Bürgermeister derzeit von einem Fachplaner prüfen und berechnen. „Durch die moderne Technik kann es vielleicht sogar sein, dass die bisherige Berieselungsanlage unnötig wird.“

In der Berieselungsanlage werden derzeit freie Kohlensäuren aus dem Wasser gelöst. Ebenfalls werde geprüft, wie der Hochbehälter von innen neu verkleidet werde. Die BLR berichtete in der Parlamentssitzung auch von Verfärbungen in Rosenthal. Waßmuth selbst wisse nichts von Beschwerden. „Ich habe selbst Verfärbungen im neuen Waschbecken. Das hängt aber damit zusammen, dass sich der Kalk auf der Acryl-Oberfläche festsetzt.“ Die Stadt bittet nun darum, dass sich Rosenthaler, die Beschwerden wegen der Wasserqualität und eventueller Verfärbungen haben, an die Stadtverwaltung wenden.

Kommentare