47 Bauplätze geplant

Initiative überreichte Bürgermeister 73 Einwendungen gegen Baugebiet in Röddenau

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Betroffene Anwohner, Anlieger der "Bachwiesen" in Röddenau und auch Sprecher der Bürgerinitiative übergaben die Einsprüche am Freitag an Bürgermeister Rüdiger Heß.

Frankenberg. Es war ein dicker Umschlag: Eine Gruppe von Anwohnern, Anliegern und Mitgliedern einer Bürgerinitiative hat am Freitagvormittag ihre Einsprüche gegen das in Röddenau geplante Baugebiet "Bachwiesen" abgegeben. Dort sollen, wie berichtet, 47 neue Bauplätze entstehen.

Am letzten Tag der Einspruchsfrist übergab die Gruppe die insgesamt 73 Einwendungen in der Frankenberger Stadtverwaltung direkt an Bürgermeister Rüdiger Heß. Auch vorher seien schon Einwendungen betroffener Bürger bei der Verwaltung eingegangen, berichtete Heß.

Der Sachverhalt und die Einwendungen werden "sachlich und fachlich abgewogen", sicherte Heß den Röddenauern zu. Alles werde "ganz formal" ablaufen: "Das ist Sache der Fachleute." Dabei erinnerte Heß daran, dass der Sachverhalt von den politischen Gremien bereits ausgiebig dargestellt worden sei unter anderem in mehreren öffentlichen Sitzungen des Röddenauer Ortsbeirats: "Da hätte man sich einbringen können."

Nach den Worten von Heß seien viele Sachverhalte bereits im Vorfeld geprüft worden. Es seien auch schon Antworten von Fachleuten eingegangen: "Die bestärken uns in dem, was wir tun."

Es sei nicht das Ziel der Bürgerinitiative und der betroffenen Anwohner, das Baugebiet zu verhindern, betonte Monika Güttlinger, eine der Sprecherinnen der Bürgerinitiative gegenüber der HNA. Ziel sei vielmehr, einen Kompromiss zu erreichen: Das Baugebiet müsse deutlich kleiner und eine Zerstörung der Natur verhindert werden. Zudem müssten die Bachwiesen erhalten bleiben.

"Die Bachwiesen sind die einzigen Grünflächen in Röddenau, die zu Fuß noch zu erreichen sind." Das Baugebiet müsse auf ein sozialverträgliches Maß von 15 Bauplätzen beschränkt werden. (mjx)

Worauf sich die gebündelten Einsprüche der 73 Bürger beziehen, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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