Staatssekretär Lösel besucht Kegelbergschule in Frankenberg

Inklusion nicht um der Inklusion willen

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Konrektorin Dagmar Kopecky, Jörg Langheld vom staatlichen Schulamt, Staatssekretär Manuel Lösel, Schuldezernent Friedhelm Pfuhl und Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg (v.l.) besuchen eine Klasse, die das Rechnen mit Geldscheinen lernt.Foto: Kutsch

Frankenberg - Der Staatssekretär des Kultusministeriums Manuel Lösel und die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg haben gestern die Kegelbergschule gemacht und über Inklusion und individuelle Förderung gesprochen.

Inklusion ist wichtig, soll aber kein Zwang sein. Darin waren sich gestern Besucher der Kegelbergschule und Schulleiter Helmut Vogler einig. Staatssekretär Manuel Lösel betonte, dass in Hessen die Inklusion umgesetzt werden soll - dabei bleiben aber die Schulen Schwerpunktthema. „Die Eltern sollen die Wahl haben.“ Lösel selbst habe die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Eltern ihre Kinder in eine normale Schule schicken, sondern sie im „geschützten Raum“ einer Förderschule wissen wollen.

„Inklusion ist ein lebenslanger Prozess und die Schule ist nur ein Teil davon“, betonte Schulleiter Vogler. Seit Jahren sei das Thema Inklusion an der Kegelbergschule selbstverständlich - so gebe die Schule ihre Schüler auch in die freie Wirtschaft und nicht nur in die Lebenshilfe. „Das hängt von den individuellen Bedürfnissen ab.“

Claudia Ravensburg vertrat die Meinung, dass nicht alle Kinder mit Behinderung über einen Kamm geschert werden könnten. „Für Kinder mit einer geistigen Behinderung ist die inklusive Beschulung schwer. Wir denken immer alle nur an das Kind im Rollstuhl, das natürlich inklusiv unterrichtet werden kann.“ Das sah auch der Staatssekretär des hessischen Kultusministeriums so: „Wir fangen mit Exklusion an, wenn wir sagen, dass alle inklusiv beschult werden sollen.“

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