Claudia Ravensburg besuchte die Schulgemeinschaft mit einer Delegation

Inklusion in Rosenthal gestartet

Besuchte den Unterricht der ersten Klasse: Claudia Ravensburg in der Nicolaus-Hilgermann-Schule in Rosenthal. Foto:  Wenzel

Rosenthal. Die Inklusion ist an der Schulgemeinschaft Rosenthal angekommen: In diesem Schuljahr wurden Kinder mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam in eine erste Klasse eingeschult. Klassenlehrinnen sind Elvira Rüffer und Martha Möller.

Die insgesamt 22 Kinder werden also von zwei Lehrerinnen betreut. Vier Kinder haben einen Förderschulbedarf in der Sprache. „Die vier Kinder der Karl-Preising-Schule haben schon ein Vorschuljahr hinter sich und sind in der Entwicklung so weit, dass sie die erste Klasse besuchen können“, erklärte Eberhard Eckhardt, Förderschulrektor der Karl-Preising-Schule in Bad Arolsen.

Um sich ein Bild von der Inklusion, also dem gemeinsamen Unterricht, in Rosenthal zu machen, besuchte die CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg mit heimischen Politikern die Schulgemeinschaft. Sie wohnten einer Unterrichtsstunde bei. Die Schulleiterinnen Ines Franke und Katrin Reese stellten die Schulen in einem Rundgang vor.

Während des Unterrichtbesuches berichtete Lehrerin Elvira Rüffer von ersten Erfahrungen: „Der Unterricht läuft gut. Die Kinder helfen sich gegenseitig und haben schnell neue Freundschaften geschlossen.“ Das große Ziel von Inklusion sei es, die Berührungsängste verschwinden zu lassen, sagt Eberhard Eckhardt.

Die erste Klasse wird nach den Grundschullehrplänen unterrichtet. Die Erstklässler lernen nach einem Wochenplan. Das heißt: Die Kinder bekommen einen Plan, in dem festgeschrieben ist, was sie in einer Woche leisten müssen. Sie können aber individuell entscheiden, wann sie welches Thema bearbeiten. Allerdings gibt es auch gemeinsame Unterrichtsstunden und zum Teil werden Übungen in Kleingruppen bearbeitet.

„Inklusion wird die Förderschule nicht wegkicken“, betonte Friedhelm Pfuhl, Fachbereichsleiter Schulen. Die Eltern hätten die Möglichkeit, zwischen einer Einschulung in eine Grundschule oder in eine Förderschule zu wählen. „Inklusion ist noch nicht für alle Schulen realisierbar“, sagte Claudia Ravensburg. Mit dem Kollegium der Schulgemeinschaft Rosental sprach sie in einer Konferenz über Probleme, die die Inklusion mit sich bringt. Ein Thema war zum Beispiel die fehlende Ausbildung der Grundschullehrer in Hinsicht auf die Betreuung von beeinträchtigten Kindern. Eine Lösung dafür: Fortbildungen anbieten.

Von Lena Wenzel

Quelle: HNA

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