Sitzung aller Hainaer Wehren

Innovative Konzepte für Zukunft gefragt

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Haina-Löhlbach - Ludwig Hofmeister hat für 40 Jahre aktive Mitarbeit in der Jugendfeuerwehr und der Einsatzabteilung das Goldene Brandschutzehrenzeichen erhalten.

Die Ehrung für den Feuerwehrmann erfolgte am Freitag im Rahmen der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Hainaer Feuerwehren im Löhlbacher Bürgerhaus. Für seine langjährige aktive Arbeit im ehrenamtlichen Brandschutz erhielt Hofmeister auch Beifall von seinen Kameraden.

Weitere Aktive erhielten eine Anerkennung für ihre Bereitschaft, ehrenamtlich für die Sicherheit der Gesellschaft einzutreten. Kreisbrandinspektor (KBI) Gerhard Biederbick hatte Anerkennungsprämien mitgebracht: Für zehn Jahre aktive Dienstzeit erhalten Jonas Schmidtmann, Lars Hecker, Christian Schäfer und André Hofmeister einen Scheck. Seit 20 Jahren ist Michael Wickert in der Feuerwehr aktiv. Auf 30 Dienstjahre blicken Bernd Boucsein und Burkhard Ernst zurück. Für vier Jahrzehnte in der Einsatzabteilung erhalten Helmut Vaupel, Wilhelm Möller und Hermann Seibel eine Prämie.

Bürgermeister Rudolf Backhaus nahm im Rahmen der Jahreshauptversammlung eine Beförderung vor: Bernd Seibel ist nun Hauptlöschmeister.

Gemeindebrandinspektor Joachim Gatzke erinnerte in seinem Jahresbericht an die Einsätze im vergangenen Jahr. Die Hainaer Feuerwehren rückten zu sieben Bränden aus, neun Mal wurden sie zur Technischen Hilfeleistung gerufen. Zwei Mal sorgten Feuerwehrleute für den Brandsicherheitsdienst. Außerdem gab es vier Fehlalarme. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen, was mit der Kontrolle der Brandmeldeanlagen in den Vitos-Kliniken zusammenhängt.

Derzeit gehören den Einsatzabteilungen der sieben Hainaer Wehren insgesamt 141 Männer und 18 Frauen an. Mit 39 Aktiven stellt Löhlbach die größte Gruppe, Battenhausen und Oberholzhausen haben mit je zwölf Aktiven die kleinsten Wehren. Aktuell sind nach Gatzkes Angaben 41 ausgebildete Atemschutzgeräteträger in der Großgemeinde vorhanden.

„Schwieriges Gebiet“

Elf Brandschützer haben im vergangenen Jahr den Grundlehrgang absolviert, außerdem nahmen Kameraden an Sprechfunker-, Truppführer-, Atemschutzgeräteträger- und Maschinistenlehrgängen teil. Auch auf Landesebene bildeten sich zwei Kameraden weiter.

Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus verwies auf den zu erstellenden Bedarfs- und Entwicklungsplan, in dem die Ausstattung der Feuerwehren für die nächsten fünf Jahre festgeschrieben wird. Er appellierte dazu, realistisch zu planen und sich Gedanken über Lösungen für künftig bevorstehende Probleme zu machen.

Gerhard Biederbick bezeichnete das Hainaer Gemeindegebiet mit den vielen kleinen Ortsteilen, den großen Bundesstraßen und Sonderbauten als „schwierig“. Um die sinkenden Zahlen der Aktiven abzufangen, seien „innovative Konzepte“ gefordert - schließlich könnten durch die geografischen Gegebenheiten nicht überall Wehren zusammengelegt werden, wie es in Halgehausen und Bockendorf erfolgreich gemacht wurde.

Eine Art Berufsfeuerwehr für die Gemeinde schloss der KBI kategorisch aus: Die könnte sich die Kommune allein wegen der Personalkosten in Millionenhöhe niemals leisten.

Biederbick kündigte für 2013 die Vorbereitungen für den Digitalfunk an. Schon 2014 solle der Probebetrieb laufen.

Manfred Hankel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, erinnerte in seinem Grußwort daran, dass die Feuerwehren auch soziale Aufgaben in der Gesellschaft wahrnähmen und betonte, wie wichtig eine erfolgreiche Arbeit in den Jugendfeuerwehren für den Fortbestand der Einsatzabteilungen sei: „Wo Jugendliche aktiv sind, laufen auch die Einsatzabteilungen.“

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