Ortsbeirat in Haine

"Inselhaus" kann Dorfplatz weichen

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Statt des leer stehenden Inselhauses wünschen sich die Hainer Bürger einen schmucken Dorfmittelpunkt. Wie der aussehen könnte, soll in den nächsten Monaten geplant werden.Archivfoto: Mark Adel

Allendorf-Haine - Ideen sind gefragt für die Gestaltung eines Dorfplatzes nahe der Kirche in Haines Ortsmitte. Dafür soll das heruntergekommene "Inselhaus" gekauft und abgerissen werden.

Seit Jahren beschäftigt das Grundstück nahe der Kirche die Bewohner im Dorf. Während die anderen Gebäude rundherum in gutem Zustand sind, ist das „Inselhaus“ eher heruntergekommen. Seinen Namen verdankt es der Tatsache, dass drei Straßen um das Haus direkt herumführen.

Bislang waren die Mitglieder des Ortsbeirats und des Verschönerungsvereins davon ausgegangen, dass das seit langem unbewohnte Gebäude abgerissen werden darf, der Gewölbekeller aber stehen bleiben muss. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass der Denkmalschutz dem kompletten Abriss zustimmt“, sagte Haines neuer Ortsvorsteher Torsten Roos in der jüngsten Ortsbeiratssitzung. Bürgermeister Claus Junghenn hatte in einer Parlamentssitzung im August 2012 von Bedenken des Bezirkskonservators Dr. Bernhard Buchstab berichtet.

Offenbar ist der Keller aber nicht so bedeutsam wie zunächst vermutet. Bei einer Besichtigung im Dezember habe Buchstab zumindest bekundet, dass er sich einen Totalabriss, also inklusive des Kellers, vorstellen könnte, sagte Roos. Das bedeutet eine neue Situation für Ortsbeirat und Verschönerungsverein, die sich bislang federführend mit der Zukunft des Platzes befasst haben. Ortsbeirat und der Vorstand des Verschönerungsvereins wollen Ideen erarbeiten, aber auch alle anderen interessierten Hainer könnten sich einbringen.

Wer dabei sein will, meldet sich innerhalb der nächsten drei Wochen bei Torsten Roos. Bei einer Bürgerversammlung sollten die gesammelten Ideen vorgestellt werden. Dann können die Hainer nochmals Änderungswünsche anbringen. Anschließend will der Ortsbeirat dem Gemeindevorstand die Pläne vorlegen. „Ziel ist, dass bis Mitte des Jahres eine abgeschlossene Planung für den Platz vorliegt“, sagte Roos.

Der komplette Abriss war auch ein Vorschlag des Gemeindevorstands, der in seinen Planungen auch die Veränderung der Straßenführung vorgesehen hatte. Dafür solle die Straße, die unmittelbar am Eingang der Kirche vorbeiführt, verlegt und um den Eingang herumgeführt werden. Die Maßnahme könnte über die Region Burgwald-Ederbergland mit europäischen Leader-Mitteln in Höhe von 65?000 Euro bezuschusst werden.

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