Insolvenz: Altenheim Wesemühle muss endgültig schließen

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Das Alten- und Pflegeheim Wesemühle in Frankenau muss schließen, die Bewohner müssen in andere Heime umziehen.

Frankenau. Der Geschäftsbetrieb des Alten- und Pflegeheims Wesemühle GmbH muss nun doch eingestellt und „kurzfristig geschlossen“ werden. Dies teilte Insolvenzverwalter Hartmut H. Mitze (Frankenberg) am Montag mit und bestätigte damit eine entsprechende HNA-Information.

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Für die Bewohner – das Haus hat 24 Betten – wurden bereits Pflegeplätze in anderen Heimen der Umgebung gefunden, soweit gewünscht. Ein Teil der Bewohner hatte die Wesemühle nach Mitteilung der bevorstehenden Schließung bereits in andere Heime verlassen, auch die übrigen Bewohner würden nun kurzfristig umziehen.

Es seien mittlerweile alle Gespräche mit potentiellen Übernehmern gescheitert, berichtete Insolvenzverwalter Mitze. „Dies ist in erster Linie der starken Sanierungsbedürftigkeit der Immobilie geschuldet, die sich nicht mehr in zeitgemäßem Zustand befindet und von einem zukünftigen Betreiber kostenintensiv hätte renoviert und modernisiert werden müssen“, so der Insolvenzverwalter. „Diese bei einer Übernahme anfallenden Kosten haben die Interessenten letztlich abgeschreckt.“

Wie berichtet, hatte der Geschäftsführer des Alten- und Pflegeheims in Frankenau Anfang dieses Jahres einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Schon damals hatte sich Insolvenzverwalter Mitze nur verhalten optimistisch gezeigt, dass der Betrieb dauerhaft weitergehen könne. Das Insolvenzverfahren war am 1. März eröffnet worden.

Von Jörg Paulus

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Quelle: HNA

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