Kunst in Frankenberg

Inspiriert durch zerstörte Spielsachen

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Frankenberg - Der Künstler Günther Blau, der seit Mitte der 1940er Jahre im Marburger Ortsteil Cyriaxweimar lebte, ist vor fünf Jahren gestorben. Eine Ausstellung im Haus am Geismarer Tor zeigt eine Auswahl seiner Werke: Einige farbige Gemälde, aber vor allem Zeichnungen.

Die Werke von Maler Günther Blau sind bis Sonntag, 26. August, im Haus am Geismarer Tor zu sehen. Die Ausstellungseröffnung fand am Samstag im historischen Rathaus statt und fand viel Zuspruch. „Günther Blau oder die Stilllegung der Welt in der Malerei“ - so lautet der Titel der Ausstellung. Sie zeigt eine Auswahl von 60 Werken des Malers und soll an das einzigartige Kunstverständnis des 2007 gestorbenen Malers erinnern.

Die Bilder wurden vom Frankenberger Kunsttreff und Ruthild Blau, der Witwe des Malers, aus dessen Nachlass ausgewählt. „Ohne Ruthild Blau wäre diese Ausstellung nicht möglich gewesen. Sie hat in langer Arbeit das etwa 850-seitige Werkverzeichnis des Künstlers zusammengestellt“, erklärt Dr. Birgit Kümmel, Vorsitzende des Frankenberger Kunsttreffs.

Der Kunsthistoriker Dr. Jürgen Wittstock beeindruckte die Zuhörer mit einer emotionalen Rede. Inspiration fand Blau laut Wittstock nicht etwa im Schönen, sondern vielmehr in zerstörten Spielsachen, verschimmelten Früchten, herausgerissenen Baumwurzeln und Ruinen.

Geöffnet ist die Ausstellung jeden Samstag und Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr und nach Vereinbarung. Weitere Informationen unter Telefon 06451/9509.

von Annika Ludwig

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