Frankenberger Leitbildprozess: Bürger können bis 18. September Vorschläge machen

Im Internet noch mitreden

Frankenberger Bahnhofsgelände: Der Bahnhof muss nach Meinung der Teilnehmer des Leitbildprozesses optisch dringend aufgewertet werden. Foto:  zgm

Frankenberg. Anbindung der Fußgängerzone an die Marktplätze, Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, optische Aufwertung des Bahnhofsgeländes – aber auch eine bessere Beschilderung und ein gepflegteres Aussehen der Stadt: Das sind nur einige von vielen Vorstellungen und Wünschen, die Frankenberger Bürger im neuesten Leitbildprozess der Stadt zusammengetragen haben.

Alle Anregungen aus diesem Leitbildprozess, der nun schon seit Mitte April läuft, sind im Internet-Auftritt der Stadt unter www.frankenberg.de nachzulesen. Bis Dienstag, 18. September, ist diese Internetseite noch geöffnet. Solange können Bürger dort auch noch Vorschläge, Bewertungen und Kommentare abgeben. Aber auch Stellungnahmen per Post werden in die Internetpräsentation mit eingearbeitet, heißt es aus dem Stadthaus.

Hintergrund des Leitbildprozesses ist auch das leere Stadtsäckel. „Mit knappen Haushaltsmitteln lässt sich nur dann haushalten, wenn langfristige Schwerpunkte gesetzt werden“, sagt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß. Dazu diene das Leitbild – „und es gibt zudem Auskunft, was den Menschen auf den Nägeln brennt“.

Schon seit vier Monaten arbeiten Gruppen intensiv an wichtigen kommunalen Leitbildern – aufgeschlüsselt nach den fünf Themen Bildung und Kultur, Wirtschaft, Tourismus, Energie und Soziales. Die Teilnehmer dieser Arbeitsgruppen haben in dieser Zeit Stärken und Schwächen der Stadt in diesen Bereichen analysiert, Leitziele formuliert sowie Vorschläge und Maßnahmen erarbeitet – immer mit dem Ziel, die Entwicklung der Stadt positiv unterstützen zu wollen. Einen ersten Leitbildprozess hatte es in Frankenberg schon im Jahr 1998 gegeben: die Agenda 21 unter dem Motto „Global denken – lokal handeln“.

Auch damals ging es auf Initiative von Bürgermeister Rüdiger Heß bereits um die Zukunft der Stadt. Schon damals ging es darum, die Daseinsvorsorge in Zeiten knapper Kassen zu sichern und neu zu organisieren – ebenso wie heute. „Auch in Zukunft müssen Frankenberg und die Stadtteile für die Menschen attraktiv sein“, sagt Heß.

Theorie und Praxis

Im Leitbildprozess 2012 äußern die Teilnehmer nicht nur theoretische Überlegungen, sondern machen auch bereits praktische Vorschläge – beispielsweise für eine Erneuerung der Bepflasterung in der Fußgängerzone. Und sie setzen sich auch für eine Öffnung der Frankenberger Fußgängerzone zur Eder hin ein. Vor allem aber meinen sie, dass Jugendlichen das vielfältige Jobangebot der heimischen Unternehmen ständig ans Herz gelegt werden soll – beispielsweise durch eine Messe unter dem Motto „Zurück nach Frankenberg“.

„Junge Menschen, die für ihr Studium oder eine Ausbildung in eine andere Stadt gezogen sind, wollen wir wieder zurück nach Frankenberg holen.“ (mjx)

Quelle: HNA

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