Interview über Folgenutzung der Psychiatriegebäude

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Im Interview. Vitos-Geschäftsführer Ralf Schulz.

Haina-Kloster. Vitos Haina will seine Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie nach Frankenberg verlagern. Wenn die Gremien des Landeswohlfahrtverbands zustimmen, soll neben dem Kreiskrankenhaus ein Neubau entstehen für Patienten mit allgemeinpsychiatrischen Erkrankungen.

Was passiert dann mit den derzeitigen Klinikgebäuden in Haina-Kloster? Darüber sprachen wir mit Ralf Schulz, Geschäftsführer von Vitos Haina.

Herr Schulz, die Zeichen für einen Klinikneubau in Frankenberg stehen gut. Wie werden nach dem Umzug nach Frankenberg die Klinikgebäude in Haina-Kloster genutzt?

Schulz: Wir erarbeiten mit externer Unterstützung ein Konzept über die weitere bauliche Entwicklung unseres Standorts in Haina. Hierzu zählt auch die Prüfung und Bewertung der unterschiedlichen Optionen für eine veränderte Nutzung, weil einige Gebäude oder Gebäudeteile nach einem Umzug der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie nach Frankenberg am Standort in Haina "frei" werden.

Gibt es schon Ideen?

Schulz: Wir denken zum Beispiel an eine Nutzung durch Verwaltungseinheiten, da die derzeitige räumliche Situation der Verwaltung nicht optimal ist. Zum Teil sind die Flächen nicht ausreichend oder Verwaltungseinheiten sind derzeit über das gesamte Gelände verteilt, was zu weiten Wegen und überflüssigen Ressourcenverschwendung führt. Eine Zentralisierung aller Verwaltungseinheiten in ein zentral liegendes frei werdendes Gebäude wäre eine Möglichkeit.

Soll auch der Stations-Charakter weiter genutzt werden. Immerhin hat die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie derzeit 112 Betten?

Schulz: Grundsätzlich denkbar wäre auch eine (Teil)-Nutzung des Bettenhauses für manche Bewohner unserer Heimbereiche, weil auch unsere Bewohner stetig älter werden und unserer Betreuungs- und Versorgungsleistung daher ständig anzupassen ist.

Von Martina Biedenbach

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Quelle: HNA

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