Somplar

„Investition in die Zukunft Somplars“

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- Bromskirchen-Somplar (sg). Ein Etappenziel ist erreicht, Handwerker und Somplarer feierten gestern Richtfest am Haus.

Das Gebälk ist wieder hergerichtet, der Dachstuhl trägt wieder, und die Dachpappe ist auch schon aufgelegt – es geht voran mit der Sanierung des Hauses „Am Kamp“, das als „Markttreff“ ein zentrales Objekt im neuen Dorfmittelpunkt werden soll. Auch ein Bäumchen im Giebel kündete gestern Nachmittag vom Baufortschritt: Die Gemeinde hatte zum Richtfest geladen.

Daran nahmen auch Planer, Gemeindevertreter, Vertreter von Firmen, Gemeindevorstand und Ortsbeirat sowie ehrenamtliche Helfer mit Karl Speicher und Peter Vaupel an der Spitze teil. „Heute ist ein wichtiger Tag für Somplar“, erklärte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese: „Für jedermann wird erkennbar, wir wollen den alten Dorfkern neu beleben.“ In Zeiten des Bevölkerungswandels hätten die kleinen Dörfer auf dem Land in den vergangenen Jahrzehnten viel von ihrer Infrastruktur verloren, sagte er. In Somplar hätten erst die beiden Banken und dann der Dorfladen geschlossen, die Einwohnerzahl sei von mehr als 420 noch vor zehn Jahren auf heute 350 zurückgegangen.

„Die dörfliche Gemeinschaft hat an Aktivposten verloren“, erklärte Frese. „Und unser Ziel ist, diese Entwicklung aufzuhalten.“ Mit den zahlreichen Arbeitsplätzen in der Region – etwa bei Ante-Holz – bestünden auch gute Startchancen. Und die Dorferneuerung biete die Möglichkeiten zur Verbesserung privater wie öffentlicher Strukturen. Seit 2005 habe sich die Gemeinde um die Aufnahme bemüht, „und 2009 haben wir es dann geschafft“, sagte Frese.

Von Ende 2010 bis zum Frühjahr 2011 hatten die Somplarer wie berichtet unterstützt vom Büro „Bioline“ von Bernd Wecker, Freses und anderen Planern beraten, wie die Zukunft Somplars aussehen könnte. So entstand das Dorfentwicklungskonzept. „Und heraus kam: Wir schaffen einen multifunktionalen neuen alten Dorfmittelpunkt“, der den Namen „Neue Mitte Somplars“ erhalten habe, erklärte Frese. Bevorzugt worden sei ein großes kommunales Vorhaben der Dorferneuerung für alle Bewohner von jung bis alt an zentraler Stelle.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 24. September.

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