Burgwald

Investor plant Biogasanlage

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- Rosenthal (sg). Ein privater Investor aus der Stadt will eine Biogasanlage bauen. Nach einigen Vorgesprächen des Investors brachte Bürgermeister Waßmuth das Projekt ins Parlament.

Als Standort ist ein Gelände außerhalb der Stadt an der Willershäuser Straße vorgesehen, der Abstand zum Wohngebiet am Moosberg soll entsprechend dem Emmissionsschutzgesetz mindestens 300 Meter betragen. Im Gespräch ist laut Waßmuth eine Anlage mit einer Leistung von 250 Kilowatt, die mit Pflanzen und Gülle betrieben wird. Vor Ort soll Strom erzeugt und eingespeist werden, die Wärme soll über ein Leitungsnetz in der Stadt verteilt werden. Als Großkunden an der Willershäuser Straße kämen die Firma Böhl, das künftige Seniorenheim und die Sport- und Kulturhalle in Betracht – zumindest Waßmuth zeigt Interesse am Anschluss der Halle. Auch angrenzende Privathäuser könnten versorgt werden.

Bisher hat der Investor mit Rosenthaler Landwirten gesprochen, ob sie die Anlage beliefern würden. Genügend Flächen zum Pflanzenanbau wären offenbar noch vorhanden. Auch mit möglichen Wärmeabnehmern steht er in Kontakt. Außerdem hat er eine Bauvoranfrage beim Kreis gestellt. Doch die wurde zurückgegeben: Da die Anlage außerhalb der Ortslage stehen würde, müsse erst das Baurecht geschaffen werden. Und da kam das Parlament ins Spiel. Waßmuth fragte die Stadtverordneten, die eine Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschließen müssten. Sie erhoben keine grundlegenden Einwände, deshalb will Waßmuth ein Fachbüro mit dem ersten Entwurf beauftragen. Der soll schon im November dem Parlament vorgelegt werden. Nur wenn es den Aufstellungsbeschluss fasst, kommt das Verfahren in Gang.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 20. Oktober

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