Tag des offenen Denkmals

„Irgendwas ist immer“

Battenberg - Zum „Tag des offenen Denkmals“ nahm Anka Zink in Battenberg die digitale Welt und ihre Folgen für den Alltag der Menschen ironisch-spitz aufs Korn.

„Irgendwas ist immer“ - so lautete am Freitagabend die Feststellung der Kabarettistin im voll besetzten Alten Rathaus. Sie zitierte ihre Oma: „Fortschritt ist schön, aber anstrengend.“ Rund zwei Stunden lang erlebten die Zuhörer einen unterhaltsamen Abend mit Anka Zink. Sie machte mit vielen Beispielen deutlich, welche Auswirkungen die technischen Fortschritte haben und wie sich das Alltagsleben durch den digitalen Einfluss verändert.

Aus dem Alltagswahnsinn

Die moderne Gesellschaft funktioniert digital, viele sind immer online und weltweit vernetzt. Anka Zink fragte sich und die Zuhörer, was diese schöne neue digitale Welt mit den Menschen mache. Sie sind umzingelt von Bedienungsanleitungen, Online-Angeboten und ungeahnten Möglichkeiten. Manches mache Spaß, doch vieles treibe auch in den Wahnsinn. Das führte sie an Beispielen aus.

Das Stadtmuseum im Rathaus zeigt auch eine Ausstellung über die Motorradrennen „Rund um Battenberg“. Zink empfahl unter dem Beifall der zahlreichen Zuhörer, das Museum auf die mit verschiedenen Blitzgeräten ausgestattete Bundesstraße zu erweitern. Dies sei auch ein passender Beitrag zum „European Heritage Day“ sein - zum Tag des europäischen Kulturerbes.

Die aus Funk und Fernsehen bekannte Kabarettistin erhielt viel Applaus. Das Publikum freute sich, Zink kennenzulernen und hatte viel zu lachen. Die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen/Thüringen fördert seit vielen Jahren die Kleinkunst-Abende in ausgewählten Baudenkmälern, ihre Reihe Aktion „Hör-mal im Denkmal“ ist dabei verbunden mit dem jährlichen „Tag des offenen Denkmals“. Schon in den Vorjahren gab es in Battenberg immer eine gute Resonanz. Harald Below von der Battenberger Sparkasse überreichte der Kabarettistin zum Abschluss des geistreichen Abends einen Blumenstrauß. (ph)

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