Frankenberg: Bürgermeisterkandidat mit „musischer Seite“

Jaeschke: Miteinander und füreinander

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- Frankenberg (rou). Die Kunst ist seine Leidenschaft. „Doch in erster Linie bin ich Geschäftsmann und Unternehmer“, stellt Rupert Jaeschke klar, der sein Leben lang an internationalen Finanzplätzen gearbeitet hat. Diese oft „virtuelle Bankenwelt“ will er verlassen und „lokal, direkt am Bürger aktiv sein“: als Bürgermeister in Frankenberg.

Fast 20 Jahre ist es her, dass Rupert Jaeschke sich erstmals mit dem Frankenberger Bürgermeisteramt beschäftigte. Damals hatte noch Helmut Eichenlaub das Sagen. Doch der Wechsel in die Politik kam für den gebürtigen Passauer nicht in Frage: schließlich hatte er sich nach vielen beruflichen Stationen in Europa und Südamerika gerade erst in Frankenberg niedergelassen und sich selbstständig gemacht.

Jetzt sieht der 53-Jährige die Zeit für sich gekommen. Seine Kandidatur hatte er bereits am vergangenen Wochenende exklusiv in der Frankenberg Zeitung öffentlich gemacht, am Freitag äußerte er sich zu seinen Zielen. Ein Randaspekt seiner Ambitionen ist, dass „ich nicht mehr so viel reisen will“, sagt Jaeschke. Der Hauptaspekt: „Ich verspüre das Bedürfnis, meine im internationalen Business erworbenen Fähigkeiten in meiner Wahlheimat Frankenberg einzusetzen.“

Als Diplom-Volkswirt und erfahrener Bankenberater mit dem Spezialthema internationaler Zahlungsverkehr habe er die Gabe, „sehr komplexe Strukturen schnell zu verstehen und Lösungsansätze zu definieren und umzusetzen“. Diese Kompetenz in Verbindung mit seinem „kooperativen Führungsstil“ bewertet Jaeschke als gute Grundlage für die Arbeit eines Bürgermeisters. Die Bewerbungsunterlagen mit der Liste der Unterstützer hat der 53-Jährige in der Stadtverwaltung abgegeben.

Und mit seinen „Supportern“, also Unterstützern, stünde er seit geraumer Zeit in regem Kontakt. „Ich habe viel Zuspruch erhalten, aus allen politischen und gesellschaftlichen Lagern“, beschreibt Jaeschke und betont: „Das motiviert mich sehr.“ Die ruhige Zeit über Weihnachten und zwischen den Jahren will er nun nutzen, um sich, wie er es aus seinem Job aus selbstständiger Bankenberater kennt, gewissenhaft vorzubereiten. Anfang des Jahres will er sein Wahlprogramm präsentieren.

Von Vorteil sei dabei, sagt Jaesch­ke, dass er als Projektleiter über viel Erfahrung in der Vorbereitung einer solchen Konzeption habe: „Die Kandidatur ist ein Projekt. Es gilt, wichtige Dinge richtig zu tun.“ Und dazu zählt für ihn, ab dem neuen Jahr ins Gespräch mit den Menschen zu kommen. Er plane Interviews mit Multiplikatoren, Vereinsvertretern, Politikern, Ortsvorstehern und Wirtschaftsvertretern. „Ich will Meinungen hören.“

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 17. Dezember.

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