50 Stunden Fahrtzeit

Hilfe, die auch ankommt: 25 Jahre Hilfstransporte für die Ukraine

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Ankunft in der Ukraine: Die Konvoigruppe Korbach wurden in der Ukraine feierlich empfangen.

Waldeck-Frankenberg. Mit der Gewissheit, das ihre Hilfe tatsächlich bei den Bedürftigen ankommt, sind die zehn Teilnehmer des Hilfskonvois aus der Ukraine zurückgekommen.

Der Transport mit drei Lkw, einem Begleitfahrzeug und fast 22 Tonnen Hilfsgüter war am vorletzten Donnerstag von Korbach aus auf eine fast 1500 Kilometer lange Fahrt gestartet.

Nach fast 50 Stunden Fahrzeit war die Gruppe ohne Probleme und nach etwa achtstündigen Grenz-und Zollkontrollen in der westukrainischen Stadt Lutzk angekommen. Dort wurden die Mitglieder der Konvoigruppe von Vertretern des gemeinnützigen Partners „Europäischer Vektor“ in der 200.000 Einwohner große Industriestadt Lutzk im Oblast Wolhynien begrüßt.

Dank für Engagement

Bei einem Festessen bedankte sich der Parlamentsabgeordnete Serhiy Martyniak bei der Konvoigruppe für das jahrelange Engagement für die Menschen in der Ukraine.

Besonderer Empfang: Auch Tanzvorführungen gab es zu Ehren der Helfer aus Korbach.

Die Hilfsgüter selbst wurden in einer Halle eingelagert und werden erst in etwa drei Monaten nach allen notwendigen Genehmigungen verschiedener Behörden in der Ukraine als humanitäre Zuwendung aus dem Ausland an die Menschen in Lutsk und den Nachbarorten verteilt.

Kinder singen für Gäste

Die Konvoigruppe besichtigte gemeinsam mit Vertretern des „Europäischen Vektor“ in den folgenden Tagen mehrere Einrichtungen, in die Güter vorangegangener Hilfskonvois geliefert worden waren, so z.B. eine kleine Schule in dem Ort Zamlytschi. Dort werden 220 Kinder und Jugendliche bis zur Klasse 10 unterrichten. In diese Schule waren Möbel für die Klassenräume gebracht worden. Die Kinder des Grundschulchors überraschten ihre deutschen Gäste mit Gesangs- und Tanzvorführungen und erhielten dafür zunächst einige mitgebrachte Spiele und Bälle. Später sollen sie auch weitere Stühle und Tische erhalten. (bf)

Welche Projekte noch unterstützt werden und warum die Fortsetzung der Hilfsaktion nach 25 Jahren gefährdet ist, lesen Sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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