Umfangreiche ehrenamtliche Beteiligung

100 Jahre St. Marien: Festwoche fand großen Anklang

Etwas Eigenes schaffen beim Gemeindefest: Alice Lessing (links), Ellen Hauer und Amelie Schreiber von der Caritas-Konferenz von St. Marien zeigten, wie man Broschen mit dem Symbol der Kirche herstellt. Foto: Rösner

Korbach. Eine Kirche seit 100 Jahren, eine Gemeinde seit 100 Jahren, Zusammenhalt seit 100 Jahren: Beim Fest der katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Korbach gab es guten Grund zum Feiern.

Daher fand gleich eine ganze Festwoche statt. „Es gab eine tolle Beteiligung, wir hatten volles Haus“, sagte Karin Schmidt, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates.

Viele waren am Sonntag zur Messe mit Erzbischof Hans-Josef Becker gekommen. Er ermunterte die Gemeindeglieder, trotz der sinkenden Zahl an Gläubigen beziehungsweise Kirchenmitgliedern mutig nach vorn zu blicken. Es gehe weiter, auch wenn die ein oder andere Kirche irgendwann geschlossen werden müsse. Dass es um St. Marien in Korbach aber gut steht, zeigte sich beim Fest am Sonntag. Die vielen Besucher aßen bei guter Stimmung gemeinsam zu Mittag und nutzten das große Kuchenbuffet. Kinder konnten sich am Stand der Caritas der Kirchengemeinde schminken lassen und Schlüsselanhänger und Broschen selbst herstellen. Franz Harbecke vom Eine-Welt-Laden hatte einen Sponsorenlauf zugunsten der Nepal-Hilfe organisiert. Die Gäste hatten die Gelegenheit, in Fünf-Minuten-Interviews ehemaligen Priestern und Pfarrgemeinderäten Fragen zu stellen. Schon beim Bibelvortrag am Dienstag, bei der Kleinkunstbühne am Freitag und dem Fronleichnamsgottesdienst gab es laut Karin Schmidt eine sehr gute Resonanz. Viele Ehrenamtliche hätten sich eingebracht.

„Allerseligste Jungfrau Marie von der Himmelfahrt“: So war die Marienkirche am 1. Juni 1915 geweiht worden. Auch 100 Jahre später ist die Gemeinde lebendig und jung geblieben.

Quelle: HNA

Kommentare