Vor 50 Jahren: Dodenauer Volksschule bezog neue Räume

+
Erinnert sich gern an den Umzug der Schule vor 50 Jahren: Das Dodenauer Lehrer-Ehepaar Christa und Günter Bergknecht, hier mit der aufgeschlagenen Schulchronik. Foto: Hoffmeister

Dodenau. Das waren noch Zeiten: 126 Kinder wurden im April 1964 in der Dodenauer Volksschule unterrichtet, heute 34. Vor 50 Jahren zog die Schule um: Aus der Bahnhofstraße zum Talblick.

So war das vor fast 51 Jahren: Die Dodenauer Schulanfänger im Jahr 1963 mit Brezeln am Tag der Einschulung vor dem alten Volksschul-Gebäude in der Bahnhofstraße. Foto: nh

Wie war das in einer Volksschule vor 50 Jahren? Das Pädagogen-Ehepaar Christa (78) und Günter Bergknecht (82) erinnert sich genau: Acht Jahrgänge wurden in nur drei Klassenräumen unterrichtet. „Die Kleinen saßen in langen Bänken mit Klappsitzen, wie ihre Vorväter“, sagt Günter Bergknecht. Wie kann man einen so großen Lern- und Altersunterschied als Pädagoge bewältigen? „Für junge Lehrer ist das heute ein Problem“, räumt Christa Bergknecht ein, die von 1986 bis 1999 die Dodenauer Schule leitete. Sie verweist auf das „Herbatsche System“: während eine Gruppe unterrichtet wurde, war eine andere mit „Stillarbeit“ beschäftigt. „Vorbereitung war alles“, ergänzt Günter Bergknecht. „Man musste einen genauen Zeitplan aufstellen.“ Wenn sich die Kinder erst langweilten, war der Lehrer verloren...

Günter Bergknecht sind besonders die „beeindruckenden Lichtverhältnisse“ der neuen Schule im Gedächtnis geblieben. „Der Schulhof war ganz eben. Unten gab es Kopfsteinpflaster.“ In der neuen Schule gab es eine Zentralheizung. „Unten waren Kanonenöfen, die die Hausmeisterin anheizte. Wir Pauker mussten nachstochern“, lacht Bergknecht. „Aber das Allerbeste waren die neuen Toiletten.“

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstag-Ausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare