Am 12. März 1945 kamen etwa 80 Personen im Bereich des Bahnhofs um

Vor 65 Jahren: Luftangriff auf Frankenberg

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Besonders betroffen von der Bombennacht war die Thonetsche Fabrik, die total zerstört wurde, und deren Mitarbeiter, darunter auch russische Zwangsarbeiter, auf der Flucht aus den Gebäuden im Bombenhagel ums Leben kamen.

Frankenberg. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs traf die Zerstörungswucht der heranrückenden Alliierten auch unsere Region. Beim schwersten Luftangriff alliierter Bomber am 12. März 1945 auf Frankenberg wird die Stuhlmöbel-Firma Thonet vollkommen zerstört.

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Es sterben 80 Menschen: Fabrikarbeiter, Eisenbahner, Kriegsgefangene, Verwundete und Schwestern aus dem Hilfslazarett sowie viele Zivilpersonen. Eigentlich war der zweite Weltkrieg längst verloren, als die Propaganda der NS-Regierung im März 1945 der Bevölkerung immer noch verantwortungslos die Lüge vom Endsieg vorgaukelte. Zwischen Juli 1944 und der Kapitulation am 8. Mai 1945 sind monatlich noch einmal drei- bis vierhunderttausend Menschen gestorben, mehr als in allen Kriegsjahren davor.

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Bilder aus dem Zweiten Weltkrieg in Waldeck-Frankenberg

Frankenberg musste kurz vor Kriegsende am 12. und 17. März bei zwei Luftangriffen auch noch große Opfer bringen. In Frankenberg hatten bis dahin Evakuierte aus den Großstädten, Verwundete im Hilfslazarett und aufs Land verschickte Kinder aus Kasseler Schulen Schutz gefunden. Weil in Frankenberg niemand mit solch einem Angriff gerechnet hatte, kamen am 12. März im Bereich des Bahnhofs etwa 80 Menschen ums Leben - darunter Fabrikarbeiter, Eisenbahner, Kriegsgefangene, Verwundete und Schwestern aus dem Hilfslazarett in der Röddenauer Straße 11 sowie viele Zivilpersonen.

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Quelle: HNA

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