Familie Battefeld will 120 000 Euro investieren

Jausenstation soll im Lengeltal entstehen

Wollen eine Jausestation einrichten: (von links) Frankenaus Bürgermeister Björn Brede, Claudia Battefeld, Bad Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann, Sophia und Lothar Battefeld, Ortsvorsteher Ulrich Metz, Lisa Küpper und Irmhild Weber. Foto: joc

Ellershausen. Über eine Jausenstation können sich schon bald Wanderer im Lengeltal freuen. Zumindest, wenn es nach den Plänen von Lothar und Claudia Battefeld geht. Das Ehepaar ist Inhaber der Lengelmühle, die an der Grenze des Kellerwaldsteigs liegt. Gestern informierten sie gemeinsam mit kommunalen Vertretern über ihr Vorhaben.

„In den vergangenen Jahren haben wir festgestellt, dass häufig Wandergruppen bei uns vorbeikommen“, sagt Lothar Battefeld. „Sie schauen sich den Hof an und fragen auch hin und wieder, ob man bei uns Kaffee trinken kann.“ Battefeld hätte ihnen dann immer Fotos gezeigt, über die Geschichte der Mühle informiert und kleine Anekdoten erzählt. So sei er auf die Idee gekommen, eine Jausenstation auf seinem Hof einzurichten.

Geplant ist ein Ausbau des Dachstuhls. Dort sollen bis zu 25 Personen für Kaffee und Kuchen einkehren können. Vor dem Haus werden Terrassen noch einmal bis zu 25 Gästen Platz bieten. Frankenaus Bürgermeister Björn Brede zeigte sich begeistert: „Das ist eine Bereicherung für die Wanderer im Lengeltal und ein wichtiger Baustein des Tourismus in Frankenau.“

Bad Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins Region Kellerwald-Edersee zur Lengelmühle gekommen war, erklärte, dass für Wanderer zwar eine gute Infrastruktur wichtig sei. Allerdings gewinne auch die Möglichkeit der Einkehr immer mehr Bedeutung. „Viele laufen in Etappen, und mit einer Jausenstation hätten wir hier eine Qualitäts-Etappe“, erklärte er.

Förderung durch die EU

120 000 Euro will das Ehepaar Battefeld investieren. Unterstützung erhoffen sie sich aus dem Leader-Programm der Europäischen Union. Mit bis zu 45 000 Euro könnte ihr Projekt bezuschusst werden. „Wir wollen im Sommer mit den Außenarbeiten beginnen und im Winter das Innere ausbauen“, sagte Lothar Battefeld. Die Eröffnung sei zur Wandersaison 2012 geplant. (joc)

Quelle: HNA

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