Abiturientin Lea Müller aus Dodenau arbeitet für ein Jahr in Australien

Jeder Tag ein Abenteuer

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Im Zoo in Brisbane: Lea Müller ist fasziniert von den Kängurus, die hier an Menschen gewöhnt sind und aus der Hand fressen.

Dodenau. Giftige Schlangen und Spinnen vor der Haustür, Kängurus, die vors Auto laufen, und jeder Tag bringt neue Herausforderungen. Das klingt nach Abenteuer, und dies erlebt gerade Lea Müller aus Dodenau.

Die 19-jährige Abiturientin befindet sich seit Ende Juni zum Reisen und Arbeiten in Australien. Dieses Prinzip nennt sich work&travel. Sie ist zusammen mit zwei Freundinnen, Xenia Schneider und Mandy Köllmann aus Dodenau, gestartet, allerdings mussten sich die drei wegen der Arbeitssuche trennen.

Einmal in Australien angekommen, ging es für Lea erstmal auf Jobsuche, schrieb sie der HNA per E-mail. Denn das Ziel des work&travel ist es, sich das Geld für die Reise vor Ort mit Arbeit zu verdienen.

Lea hat ein Visum für ein Jahr und ist über eine Agentur nach Australien gegangen. „Ich habe mich für Australien entschieden, weil ich nach dem Abi etwas Spannendes machen wollte und das work&travel erschien mir dafür genau richtig“, sagt Lea. Außerdem habe sie mehr über das Land erfahren wollen.

Die Arbeitssuche gestaltete sich zunächst mühsam, erzählt Lea. Da in Australien viele Backpacker unterwegs seien, wären die Jobs in der Farmarbeit schnell vergeben. Bei der Farmarbeit handelt es sich meistens um Erntemithilfe. Also heißt es, sich auf Arbeitsanzeigen melden und auf Rückmeldungen per E-mail oder Telefon warten. Aber Lea hat mittlerweile Glück gehabt. Sie hat einen Job als Babysitterin auf einer Farm in der Umgebung von Rolleston im Bundesstaat Queensland gefunden.

„Die Fahrt zur Farm war wie ein Abenteuer“, erzählt Lea, „wir sind durch Riesenwasserlöcher gefahren, und es gab viele Tiere zu sehen.“ Lea wohnt in einem Arbeiterhaus einen Kilometer vom Wohnhaus entfernt. Sie passt auf die drei Jungen Trey (13 Monate), Scott (drei Jahre) und Jack (fünf Jahre) auf. Ihr Arbeitsbeginn ist morgens um neun, gegen sieben oder acht Uhr abends ist ihr Tag dann zu Ende.

Kühe eintreiben, brandmarken und Hörner stutzen, das ist für Lea jetzt nichts Ungewöhnliches mehr. Auch dass sie sich vor giftigen Spinnen in Acht nehmen muss und an das Auto fahren auf der linken Seite hat sie sich gewöhnt. Nur die Kängurus, die ihr manchmal über den Weg laufen, beeindrucken sie immer wieder. „Das ist einfach der Wahnsinn, die springen so hoch und so weit.“

Da die Farm sehr abseits gelegen ist, setzt die Familie auf Vorratshaltung und hat daher einen begehbaren Kühlschrank. Sie würden immer für zwei bis drei Wochen einkaufen, erzählt Lea. „Ich finde es hier total spannend, weil alles so anders ist als bei uns.“

Bald geht es für Lea allerdings schon weiter auf ihrer Reise und sie muss sich einen neuen Job suchen. „Erstmal will ich aber wieder unter Menschen kommen, bevor ich den nächsten „Outback-Job“ annehme“, lacht sie.

Quelle: HNA

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