Christoph Neidel legt Amt in Hatzfeld nieder

Jeide ist der neue Schiedsmann

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Wechsel auf dem Posten des Hatzfelder Schiedsmanns (von links): Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst und Hatzfelds erster Stadtrat Gerhard Kerstein begrüßen Werner Jeide in seinem neuen Amt und verabschieden Christoph Neidel.Foto: Tobias Treude

Hatzfeld/Frankenberg - Schiedsmänner versuchen zwischen zwei Parteien zu vermitteln, bevor das Gericht eingreifen muss. Im Schiedsmannbezirk Hatzfeld gibt es nun einen fliegenden Wechsel: Werner Jeide folgt auf Christoph Neidel.

Es habe Fälle gegeben, die hätten ihn traurig gemacht, sagt Christoph Neidel. Wenn Menschen über scheinbare Nichtigkeiten streiten, dann beschäftigte ihn das. Doch genau für solche Aufgaben war der 77-Jährige seit 2005 Schiedsmann in seiner Heimat, bereits 2001 übernahm er den Posten des Stellvertreters. Nun übergab er das Amt an den Reddighäuser Werner Jeide.

„Das ist eine ganz wichtige Position für die Leute vor Ort“, sagte die Frankenberger Amtsgerichtsdirektorin Andrea Hülshorst bei der Vereidigung. Ob Bedrohungen oder Bäume, die auf das Grundstück des Nachbarn ragen - der Schiedsmann versucht eine Lösung zwischen den Streitenden zu finden, bevor das Gericht eingeschaltet wird. „Manchmal reichte ein Telefonat, manchmal waren aber auch zehn oder zwölf Gespräche nötig“, resümiert Neidel. „Es gab viele Fälle, in denen ich die Menschen wieder zusammengeführt habe.“ Und so habe ihm die ehrenamtliche Arbeit in Hatzfeld meistens Spaß gemacht.

Freude an der Aufgabe wünscht sich auch sein Nachfolger Werner Jeide. Der 61-jährige ehemalige Lehrer wurde von den Stadtverordneten für das Amt vorgeschlagen und musste nicht lange überlegen. „Berufsbedingt ist mir das Schlichten von Konflikten vertraut.“ Er freue sich darauf zu versuchen, möglichst oft einen gemeinsamen Nenner bei den Streitenden zu finden.

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